Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Lkw-Fahrer nach Suizidandrohung in Krankenhaus eingewiesen

Lkw-Fahrer stört Amtshandlungen und leistet Widerstand

WEIBERSBRUNN, LKR. ASCHAFFENBURG. Am Samstagabend ist es auf der Rastanlage Spessart-Süd zu einem größeren Polizeieinsatz gekommen. Ein stark alkoholisierter Lkw-Fahrer wurde in Gewahrsam genommen, nachdem er polizeiliche Amtshandlungen massiv gestört hatte. Dabei leistete der Mann Widerstand. Nachdem er Suizidabsichten geäußert hatte, wurde er in einem Bezirkskrankenhaus untergebracht.

Aufgrund der Ferienreiseverordnung mussten zwei Lkw-Fahrer aus Osteuropa am Samstag auf der Rastanlage an der A3 eine Pause einlegen. Offenbar nutzen die Männer im Alter von 37 und 55 Jahren die Zeit, um reichlich Alkohol zu trinken. Gegen 18.15 Uhr war der Ältere offenbar alkoholbedingt aus seinem Führerhaus gestürzt. Dabei zog er sich eine Kopfplatzwunde hinzu, die vom Rettungsdienst behandelt werden sollte.

Fahrer verweigert ärztliche Behandlung

Der 55-Jährige war jedoch völlig unzugänglich und verweigerte eine ärztliche Behandlung. Diese war jedoch aufgrund seines gesundheitlichen Allgemeinzustandes zwingend erforderlich, weshalb der Rettungsdienst eine Polizeistreife zur Unterstützung anforderte. Als die Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach vor Ort eintrafen, befand sich der Mann wieder in seinem Führerhaus. Mit Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Weibersbrunn wurde er krampfend und mit Herzbeschwerden aus dem Fahrzeug heraus und anschließend in den Rettungswagen gebracht.

Während des Rettungseinsatzes störte der 37-Jährige die Einsatzkräfte massiv. Er war ebenfalls erheblich alkoholisiert und aggressiv. Mehrere Platzverweise, die ihm von den Polizisten ausgesprochen wurden, befolgte er nicht. Als er rückwärts auf die Durchgangsfahrbahn der Rastanlage torkelte, musste ein Pkw-Fahrer ausweichen, um den Mann nicht zu erfassen. Bei der folgenden Gewahrsamnahme leistete er erheblichen Widerstand. Auf der Dienststelle, wurde er nach einer Blutentnahme in eine Arrestzelle gebracht.

Mann drohte sich zu erdrosseln

In der Zelle drohte der 37-Jährige in der Folge, sich das Leben nehmen zu wollen. Er hatte bereits sein T-Shirt zerrissen, um sich damit eigenen Angaben zufolge zu erdrosseln. Aufgrund der Selbstgefährdung wurde der Mann, bei dem ein Alkotest einen Wert von über 1,6 Promille gezeigt hatte, in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen.

Die Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach ermittelt gegen en 37-Jährigen jetzt wegen des Verdachts des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidium Unterfranken. 

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