Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Lkw-Fahrer rammt Sicherungsanhänger und flüchtet

Autotransporter mit Panne

ASCHAFFENBURG. Auf der A 3 kam es am Donnerstagabend zu einem Unfall zwischen einem Sattelzug aus dem Kreis Eichstätt und einem Sicherungsanhänger hiesiger Autobahnmeisterei. Weil auf Höhe von Aschaffenburg in Fahrtrichtung Würzburg ein Autotransporter mit einer Reifenpanne auf dem Standstreifen liegengeblieben war und der Reifenwechsel an der linken Seite erfolgen musste, sicherte ein Mitarbeiter der Autobahnmeisterei den Havaristen mit einem Lkw und angehängtem Sicherungsanhänger ab.

Anhänger massiv beschädigt

Der Sicherungs-Lkw stand dabei auf dem rechten von drei Fahrstreifen. Der Verkehr floss zweispurig links an der Einsatzstelle vorbei. Zusätzlich wurde über die Streckenbeeinflussungsanlage auf die Sperrung des ersten Fahrstreifens hingewiesen. Kurz vor 21 Uhr näherte sich ein mit Autoteilen beladener Sattelzug aus Eichstätt der Einsatzstelle. Er fuhr zunächst wie angeordnet auf dem mittleren Fahrstreifen. Kurz vor der Einsatzstelle wechselte er allerdings wieder nach rechts und fuhr ohne zu verzögern auf die Pannenstelle zu. Erst im letzten Moment vor einem Frontalaufprall zog der Lkw-Fahrer wieder nach links. Dabei streifte er mit seinem Auflieger den Sicherungsanhänger und beschädigte diesen massiv.

Fahndung aufgenommen

Ohne anzuhalten fuhr der 36-Jährige mit seinem Zug weiter. Der Mitarbeiter der Autobahnmeisterei befand sich zum Zeitpunkt des Aufpralls nur wenige Meter vor seinem Gespann. Bei einem Frontalaufprall wäre er sicher erfasst worden. Der 56-Jähre, der von einem umherfliegenden Trümmerteil am Kopf getroffen wurde, erlitt bei dem Unfall einen Schock und eine Kopfprellung. Er begab sich selbstständig zu einem Arzt. Unmittelbar nach dem Unfall nahm eine Autobahnstreife die Fahndung nach dem flüchtigen Sattelzug auf.

Alkotest ergab knapp 2 Promille

Er konnte auf Höhe von Bessenbach aufgenommen und sollte auf der Rastanlage Spessart angehalten werden. Beim Erkennen der Autobahnstreife versuchte der Lkw-Fahrer jedoch an der Ausfahrt Weibersbrunn abzufahren und über Landstraßen die Flucht fortzusetzen. Dies gelang ihm nicht. Am Kreisel an der Ausfahrt Weibersbrunn war die Flucht zu Ende. Ein Alkotest erbrachte bei dem Lkw-Fahrer einen Wert von knapp 2 Promille! Daraufhin musste er sich einer Blutprobe unterziehen. Sein Führerschein wurde sichergestellt. Über die Spedition wurde ein Ersatzfahrer angefordert.

50.000 Euro Sachschaden

Auf den Mann mit rumänischer Staatsbürgerschaft kommt ein Strafverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs infolge Alkohol, wegen Unfallflucht und fahrlässiger Körperverletzung zu. Zusätzlich fließen in dieses Verfahren noch mehrere massive Geschwindigkeitsüberschreitungen ein, die anhand des im Lkw eingebauten Tachografen festgestellt wurden. Da er demnächst Deutschland wieder verlassen will, wurde zur Sicherung des Verfahrens eine Sicherheitsleistung einbehalten. Die Schadenssumme bei diesem Unfall wird auf rund 50.000 Euro geschätzt. Zu Verkehrsstörungen kam es anlässlich dieses Unfalls nicht.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT