Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Trinkgeld im Urlaub – wie viel ist angemessen?

Die Deutschen geizen beim Trinkgeld

Ist man mit einem Service, vor allem in Restaurant und Co., zufrieden, gibt man dem Personal gerne ein Trinkgeld. Die Deutschen gelten dabei seit jeher als geizig, was eine Umfrage des Marktforschungsinstituts OnePoll bestätigte. 15% der Befragten gaben an, dass Deutschland die am wenigsten großzügige Nation sei.

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Wo ist wie viel Trinkgeld angemessen?

Um keinen schlechten Eindruck in unseren Urlaubsdestinationen zu hinterlassen, haben wir uns außerdem zu den jeweiligen Gepflogenheiten, wenn es ums Trinkgeld geht, schlau gemacht.

Big Apple und USA

Max, der bei uns in der Firma für die Vermarktung zuständig ist, freut sich auf seinen New York-Trip im November. Essen gehen ist dort meist nicht gerade günstig, wie sieht es also mit Trinkgeld aus?

In den USA ist ein Trinkgeld ein absolutes Muss, im Vergleich zu Deutschland sogar ein recht hohes. Die Gehälter für Servicepersonal sind sehr niedrig, diese Menschen leben zum Teil also von ihrem Trinkgeld. 20 Prozent sollten es im Restaurant auf jeden Fall sein, wenn man sehr zufrieden war auch gerne mehr. Auch bei Taxifahrten sollte man 15 Prozent einrechnen und auch Hotelpersonal freut sich über Trinkgeld.

Bella Italia

Wie sieht es bei Katharina aus der Redaktion und unserem Fotografen Pascal aus, der diese Woche nach Italien fährt?

Italien ist noch immer eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen. Hier ist, wie auch in den anderen Mittelmeerländern, Trinkgeld geben angebracht, mit etwa 10 Prozent macht der Urlauber nichts falsch. Meist freut man sich bei der Ankunft im Lokal schon über leckeres Brot auf dem Tisch, später auf der Rechnung wird dafür ein Betrag für das Brot und Gedeck verrechnet. In Italien ist „Coperto“ meist Usus, dennoch freut sich der Kellner über Trinkgeld. Im Taxi sollte aufgerundet werden.

Auch in Spanien und Portugal sind übrigens zehn bis 15 Prozent in der Gastronomie angebracht. Zurückhalten sollte man sich generell mit „Rotgeld“. Auf der iberischen Halbinsel gelten die kleinen Münzen als grobe Unhöflichkeit.

Down Under

Unser Chef Leo war im letzten Jahr in einem besonders aufregenden Land unterwegs: in Australien. Wie verhält man sich bei einer Reise nach Down Under?

Grundsätzlich ist Trinkgeld in Australien eher unüblich, auch Australier selbst geben oft kein Trinkgeld. Dennoch wird sich die Person freuen, wenn sie Trinkgeld bekommt, aufrunden ist hier die einfachste Variante. Auch in vielen asiatischen Ländern ist Trinkgeld kein Muss, in China beispielsweise wird vielleicht in touristischen Zentren Trinkgeld gerne angenommen, ansonsten wirkt es sogar oft als Beleidigung.

Im hohen Norden

Für unsere freie Mitarbeiterin Inka geht es diesen Sommer in den hohen Norden. Was ist beispielsweise in Skandinavien Usus?

In Norwegen oder Schweden ist das Trinkgeld meist in der Rechnung mit inbegriffen. Ein extra Trinkgeld wird nicht erwartet und selbst sehr kleine Beträge gelten als Anerkennung für den Service. Dazu ein freundliches „Tack“, also Danke, und man wird Sie bestimmt gerne wieder als Gast empfangen.

London Calling

Sabine aus der Redaktion hat eine Freundin in die London, die sie gerne besucht. Dort kann sie dann zwar kostenlos übernachten, aber Trinkgeld im Restaurant muss man trotzdem mit in die Urlaubskasse einberechnen, oder?

So ist es. Grundsätzlich ist Großbritannien ein teures Pflaster. Die Folgen des Brexit-Votums machen sich jedoch momentan bemerkbar, der Pfund Sterling hat an Wert verloren, was derzeitigen Urlaubern zugute kommt. 15 Prozent Trinkgeld sollten es in Lokalen schon sein. Wenn man doch in einem Hotel übernachtet und jemand hilft mit den Koffern, ist auch ein Pfund angebracht, im Taxi kann man aufrunden.

Parlez vous Francais?

Unsere Ina-Sophie, die das Jobportal betreut, fährt eine Woche nach Griechenland und darf sich noch über ein verlängertes Wochenende in Frankreich freuen. Wie stellt man es hier an, um den französischen Kellner nicht zu verärgern?

In Frankreich wird das Bediengeld in der Regel schon miteinberechnet. Wer mit dem Service zufrieden war, der sollte aber nicht geizen und einige Münzen im Tellerchen zurücklassen, auch wenn der Kellner es zuvor herausgegeben hat. Im Taxi wird auch hier aufgerundet. In Griechenland ist es dagegen ähnlich wie in Italien, zehn Prozent sind angemessen, in der Taverne reichen ein bis zwei Euro.

Heimaturlaub in Deutschland

Urlaub Zuhause steht bei den Deutschen hoch im Kurs, von den Alpen bis zur Nordsee gibt’s schließlich viel zu entdecken. So wie unser Videomann Dominik, der mit seinen Freunden zum Campen geht.

In Deutschland wie auch in Österreich sind in Lokalen fünf bis zehn Prozent angebracht, unabhängig ob Urlaub oder nicht. Wer doch ins Hotel geht sollte auch dem Zimmermädchen etwas zukommen lassen, wenn möglich persönlich, etwa ein bis zwei Euro pro Tag.

nanana

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