Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Immobilienindex: So teuer ist Wohnen in Würzburg

Wohnraum knapp und begehrt

Wohnen wird immer teurer, auch in Würzburg und Wohnraum ist knapp und begehrt. Die Preise für Immobilien steigen derzeit schneller an als die Gehälter. Laut einer aktuellen Studie geht in vielen deutschen Städten fast die Hälfte des Einkommens für das Wohnen drauf. Zwar haben die Städte eine Mietpreisbremse, doch genützt hat es bisher nicht wirklich viel. Die Preise steigen weiter, teilweise wird sogar schon von einer Immobilienblasenbildung gesprochen. Wie teuer sind nun Mieten und Immobilienkaufpreise im Verhältnis zum Einkommen der Deutschen und Würzburger?

Daten dramatisch

Auf diese Frage hin hat das Internetportal Immobilienscout24 seine Wohnungsinserate ausgewertet. Laut Spiegel Online sind die Ergebnisse des sogenannten Erschwinglichkeitsindex EIMX dramatisch. Verglichen wurden die Daten aus 2012 mit den aktuellen von 2015. Es hat sich gezeigt, dass die einzelnen Haushalte für ihre Wohnkosten vor allem in den Ballungsräumen einen immer größeren Teil des Einkommens aufwenden müssen – Entlastung gibt es nur in wenigen Gebieten.

Süd-Nord-Gefälle

Allgemein zeigt sich, dass es in Deutschland in Bezug  auf die Wohnkosten ein deutliches Süd-Nord-Gefälle gibt. Besonders die Immobilienkaufpreise steigen explosionsartig an. Natürlich steigt angesichts der hohen Mieten und relativ günstigen Zinsen die Nachfrage. Auch die Verschuldungsdauer erhöht sich gerade in Großstädten, weil Immobilienkäufer immer höhere Kredite aufnehmen.

Nebenkosten belasten

Wenn man allerdings die Nebenkosten noch mit in die Rechnung aufnimmt, zeigt sich erst recht, wie sehr die Wohnkosten die Haushaltskasse der Mieter belasten. Das Immobilienportal Immobilienscout24 rechnet für Betriebskosten, Heizung und Strom bis zu 15 Prozent des Nettoeinkommens. In den begehrten Stadtteilen von Metropolen wie Hamburg oder München wird für die eigenen vier Wände so insgesamt schon mehr als die Hälfte des durchschnittlichen Nettoeinkommens fällig.

Würzburg auf Platz vier

Dieser Vergleich von Wohnkosten und Nebenkosten zeigt, dass die eher höheren Gehälter von Städten und Regionen, die wirtschaftlich stärker da stehen, trotzdem schnell von der Miete aufgefressen werden. Allerdings kommt es auch auf die Einwohner an: So führt Freiburg im Breisgau mit einem Wohnkostenanteil von 30 Prozent die Spitze der teuersten deutschen Orte an. Da es eine Unistadt ist, leben aber auch überdurchschnittlich viele Studenten mit niedriger Kaufkraft dort – dementsprechend höher ist der Anteil ihres Einkommens, den sie für das Wohnen ausgeben müssen.

Ähnlich verhält es sich in Würzburg. Die Domstadt liegt auf Platz vier der teuersten Städte Deutschlands. Hinter München und Regensburg. In Würzburg lag der Wohnkostenanteil 2012 bei 19,8 Prozent, im Jahr 2015 schon bei 23,8 Prozent. Die Miete pro Quadratmeter liegt laut Immobilienscout24 in Würzburg bei 8,84 Euro pro Quadratmeter. Der Immobilienkaufpreis liegt bei 2.403 Euro pro Quadratmeter. Die Kaufkraft liegt bei 35.830 Euro.

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