Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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AfD-Versammlung: Straftaten und zwei Festnahmen

Mehrere Straftaten und zwei Festnahmen

WÜRZBURG/HEIDINGSFELD. Anlässlich der AfD-Versammlung am Sonntagabend am Unteren Markt und einer Gegendemonstration kam es zu mehreren Straftaten und zwei Festnahmen durch die Polizei während und nach der Kundgebung.

Die Alternative für Deutschland hatte zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr eine Versammlung angezeigt, zu der insgesamt ca. 70 Teilnehmer kamen.

Die Zahl der Gegendemonstranten schätzt die Polizei auf etwa 250 Personen. Sie quittierten die Reden der AfD-Angehörigen mit Sprechchören und Buhrufen.

Die Polizei verhinderte mit einem Aufgebot an Einsatzkräften und der Sicherung der Versammlungsörtlichkeit mit Sperrgittern das Aufeinandertreffen rivalisierender Gruppen und gewährleistete, dass die Versammlung ordnungsgemäß durchgeführt werden konnte.

Messer sichergestellt

Im Vorfeld der Kundgebung stellten Polizeibeamte insgesamt vier Gegenstände sicher, darunter zwei Messer und zwei verbotene Vermummungsgegenstände.

Zu Beginn der Versammlung gegen 18.00 Uhr hatten sich etwa 70 AfD-Anhänger und ca. 180 Gegendemonstranten am Unteren Markt eingefunden.

250 Gegendemonstranten

Bis 18.15 Uhr wuchs die Zahl der Gegendemonstranten auf etwa 250 an. Sie protestierten mit Sprechchören, Trommeln und Pfeifkonzerten gegen die Reden der AfD-Funktionäre.

Gegen 19.00 Uhr wurde eine 22-jährige Gegendemonstrantin von Einsatzkräften dabei beobachtet, wie sie einen uniformierten Streifenwagen mit dem Schriftzug „ACAB“ beschmierte.

Gegen die Würzburgerin wird nun wegen Sachbeschädigung ermittelt.

Etwa eine halbe Stunde später erklärte der Versammlungsleiter die Kundgebung für beendet.

Kurz darauf beleidigte eine Gegendemonstrantin einen 68-jährigen AfD-Anhänger. Dieser erwiderte die Beleidigung mit einem Schlag ins Gesicht. Gegen beide wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Als die Versammlungsteilnehmer sich gegen 19.45 Uhr auf den Heimweg machten, wurden sie im Bereich Unterer Markt / Schustergasse von einer Gruppe Linksautonomer angegangen. Einsatzkräfte der Polizei gingen dazwischen, um weitere Provokationen zu unterbinden.

39-Jähriger festgenommen

Dabei wurde der 39-jährige Rädelsführer vorläufig festgenommen. Er leistete gegen die Maßnahmen der Beamten, die auch unter Anwendung von unmittelbarem Zwang in Form von körperlicher Gewalt durchgesetzt werden mussten, heftigen Widerstand.

Außerdem biss er einen Polizeibeamten ins Bein, der dabei leicht verletzt wurde.

Versuchte Gefangenenbefreiung

Während der Festnahme versuchte eine 26-jährige Sympathisantin den Festgenommen aus dem Polizeigewahrsam zu befreien, woraufhin sie selbst zu Boden gebracht und festgenommen wurde.

Auch sie leistete erheblichen Widerstand. Gegen sie wird nun wegen versuchter Gefangenenbefreiung ermittelt.

Bei der Festnahmeaktion, die von einer Gruppe Linksautonomer erheblich gestört wurde, erlitt der 39-Jährige leichte Verletzungen, so dass er vom Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus gebracht wurde.

Unmittelbarer Zwang angewandt

Um weitere Übergriffe durch umstehende Personen des linken Spektrums zu verhindern, sperrten Polizeikräfte die Örtlichkeit vorübergehend ab, wobei auch Unmittelbarer Zwang durch Schieben und Drücken angewendet werden musste.

Die Festgenommene wurde zur weiteren Sachbearbeitung zur Dienststelle gebracht und nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die Polizei stellte im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen bei fünfzehn Personen die Identität fest und nahm, wie oben bereits geschildert zwei Personen vorläufig fest.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt.

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