Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

NPD-Kundgebung: 300 Gegendemonstranten

17 NPD-Sympathisanten

WÜRZBURG/HEIDINGSFELD. Am Samstagnachmittag zwischen 14.00 Uhr und 15.30 Uhr hatte die NPD am Rathausplatz eine Versammlung angezeigt, zu der insgesamt 17 Sympathisanten kamen.

Die Zahl der Gegendemonstranten war mit gut 300 Teilnehmern weitaus höher.

Sie machten ihrem Unmut über die dargebotenen Reden und Musikbeiträge der NPD-Anhänger mit lautstarken Sprechchören und Trillerpfeilen Luft.

Großes Polizeiaufgebot

Die Polizei verhinderte mit einem Aufgebot an Einsatzkräften das Aufeinandertreffen rivalisierender Gruppen und gewährleistete, dass jeder sein Grundrecht auf Versammlungsfreiheit wahrnehmen konnte.

Ab 13.45 Uhr hatte die Polizei das Versammlungsareal zwischen Zindelgasse, Klosterstraße und Wenzelstraße mit Sperrgittern umzäunt, um ein Aufeinandertreffen von NPD-Anhängern und Gegendemonstranten zu verhindern.

Sieben Personen hatten sich im Vorfeld auf eine Bank innerhalb der Versammlungsfläche am Rathausplatz gesetzt.

Fünf von ihnen weigerten sich trotz Ansprache und mehrfacher Aufforderung durch Polizeibeamte den Platz zu verlassen. Bei ihnen wurde die Identität festgestellt.

Kommunikationsteams eingesetzt

Mehrere Einsatzkräfte, unter anderem auch die eingesetzten Kommunikationsteams, verhinderten in der Folge durch bloße Präsenz, dass diese Personengruppe die Versammlungsteilnehmer anging.

Zu Beginn der Versammlung kurz nach 14:00 Uhr waren sieben Versammlungsteilnehmer und etwa 150 Gegendemonstranten vor Ort.

Nach etwa einer halben Stunde kamen dann noch weitere Versammlungsteilnehmer dazu, so dass deren Anzahl auf insgesamt 17 Teilnehmer stieg.

Gegen 14.15 Uhr war die Zahl der Versammlungsgegner dann auf etwa 300 Personen angewachsen.

Diese blieben bis zum Ende der Versammlung gegen 15.15 Uhr vor Ort und protestierten lautstark mit Sprechchören gegen Nazis und für eine Willkommenskultur von Flüchtlingen gegen die Reden und die abgespielte Musik der NPD-Anhänger.

Kleiner Tumult

Kurz vor dem Ende der NPD-Kundgebung mussten die Polizeibeamten einschreiten und die erhitzten Gemüter beruhigen, weil Versammlungsteilnehmer eine Gruppe von Gegendemonstranten fotografierten und Wasser in Richtung der NPD-Sympathisanten spritzten.

In diesem Zusammenhang wurde offenbar auch eine Versammlungsteilnehmerin beleidigt. Wenige Minuten später wurde die Kundgebung vom Veranstalter für beendet erklärt.

Daraufhin leerte sich der Rathausplatz sehr schnell und der Verkehr konnte schon gegen 15.30 Uhr wieder freigegeben werden.

Die Polizei stellte bei elf Personen die Identität fest und stellte vier Schals sicher, weil der Verdacht bestand, dass diese zur verbotenen Vermummung benutzt werden sollten.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Polizeiinspektion Würzburg-Stadt.

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