Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

700 Jahre Bürgerspital und „Ein Widder mit Flügeln“

Interview zu Hintergründen

Das Bürgerspital Würzburg hat mittlerweile eine 700 Jahre starke Tradition in Würzburg. Zum Anlass des Jubiläums hat die Stiftung Bürgerspital sich mit dem Mainfranken Theater zusammen gesetzt. Entstanden ist ein einzigartiges Theaterstück. Dieses erzählt die Geschichte des Bürgerspitals in Würzburg, welche auch einen wichtigen Teil der Stadtgeschichte ausmacht. Um mehr darüber zu erfahren, hat uns Schauspielerin Christina Theresa Motsch einige Fragen beantwortet.

Erzähl uns doch mal etwas zum Stück?

Christina: „Ein Widder mit Flügeln“ erzählt mit Spiel und Gesang die 700-jährige Geschichte des Bürgerspitals – von seiner Gründung bis in die Neuzeit. Aber wie nähert man sich einer 700-jährigen Geschichte? Wie kommt es zu einem „Spital“, das aus Seniorenheimen, Liegenschaften, Geriatrie und Wein besteht? Und welcher Geist hält all das im Innersten zusammen? Eine Professorin, eine Backpackerin, eine Sopranistin, ein Bariton und ein Schauspieler begeben sich auf die Reise: In der Kelterhalle spüren sie der Besonderheit des Ortes nach, und so manch guter Tropfen hilft ihnen dabei, große und kleine Momente aus der bewegten Geschichte des Bürgerspitals lebendig werden zu lassen.

Was ist das Besondere daran?

Christina: Das Stück ist eigens zum 700-jährigen Jubiläum des Bürgerspitals von der Würzburger Autorin Ulrike Schäfer geschrieben worden. Aus so viel Geschichte ist ein kurzweiliger Abend geworden, der viel Wissenswertes spielerisch und leicht vermittelt. Auch der Humor kommt nicht zu kurz. Sicherlich ist auch besonders, dass der echte Kellermeister, Elmar Nun, einen Gastauftritt hat und die Zuschauer in fränkischem Dialekt zum Lachen bringt.

Welche Rolle übernimmst Du?

Christina: Ich spiele die Rolle der Jeanny. Eine junge Backpackerin aus Neuseeland, die im Bürgerspital einen Aushilfsjob übernommen hat, da sie durch ihren Großvater, der einst Weinhändler in London war, eine ganz besondere Beziehung zu den Flaschen mit Bauch hat. Ganz besonders zu einer Flasche, der letzten Flasche des legendären 1540er Weines…

Was verbindet Dich mit Würzburg?

Christina: 2010 kam ich für mein erstes Engagement am Mainfranken Theater drei Jahre nach Würzburg, war dann wieder für eine Weile in Berlin und in Heidelberg. Da ich mein Herz aber nicht in Heidelberg verloren habe, sondern in Würzburg, ist hier inzwischen mein Lebensmittelpunkt. Ich freue mich, dass ich auch beruflich für diese Spielzeit ans Mainfranken Theater zurückkehren konnte.

Wie ist es, in so einer Kulisse wie dem Bürgerspital aufzutreten?

Christina: Meiner Meinung nach gelingt es uns ganz gut, die Kelterhalle mit echter Theateratmosphäre zu füllen. Klar, die akustischen Bedingungen sind natürlich anders als im Theater. Darum spielen wir mit Mikroports. Zum Spielzeitende ist es eine schöne Abwechslung, an einem anderen Ort zu spielen. Man bekommt nach der Vorstellung komischerweise immer diese akute Lust, einen Schoppen Wein zu trinken….

Was verbindest Du mit dem Bürgerspital? Kanntest Du die Geschichte?

Christina: Durch das Schauspiel habe ich sehr viel über das Bürgerspital gelernt und bin ganz schön fasziniert von seiner bewegten Geschichte. Vor der Beschäftigung mit dem Stück habe ich mit dem Bürgerspital hauptsächlich den guten Wein verbunden und die Melodie des Glockenspiels, da ich diese schon einmal in einem anderen Stück gesummt habe. Seitdem ist sie mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen.

Bacchus oder Silvaner?

Christina: Silvaner!

Zum Theaterstück

Eine Aufführung findet noch am Sonntag, 24. Juli 2016, um 20 Uhr statt. Alle Informationen zum Stück sowie zum Kartenkauf gibt es hier. Je nach Platzgruppe kosten die Karten zwischen 25 und 35 Euro.

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