Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Mainfrankens beste Energie-Scouts

Azubis werden Energie-Scouts

Zum dritten Mal hat die IHK Würzburg-Schweinfurt die besten Projekte von Azubi-Energie-Scouts in Mainfranken ausgezeichnet. Energie-Scouts sind Auszubildende, die eine Qualifizierungsmaßnahme zum Thema Energieeffizienz absolviert und Energieeffizienzprojekte in ihren Ausbildungsbetrieben umgesetzt haben.

24 Auszubildende aus neun mainfränkischen Firmen unterschiedlicher Branchen traten in diesem Jahr in Teams an und präsentierten in der IHK-Geschäftsstelle in Schweinfurt ihre Projekte vor Publikum und Fachjury. Die vorgestellten Projekte reichten von Sensibilisierung der Kollegen, über Verbesserungen bei der Beleuchtung, bis zur Machbarkeit von unternehmenseigenen Photovoltaikanlagen.

Anerkennung für ihr Engagement

In seiner Begrüßung würdigte der stellvertretende IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Bode den Beitrag der Energie-Scouts zur Energiewende in ihren Unternehmen. „Die Teilnehmer des Projektes Energie-Scouts verdienen unsere Anerkennung für ihr Engagement zu Energieeffizienz und Klimaschutz in Unternehmen. Sie haben ihre Ausbildungsbetriebe kritisch inspiziert, Energieeinsparpotenziale identifiziert und in ihren Unternehmen Investitionen in Effizienzmaßnahmen angeregt.“

Oliver Freitag, Bereichsleiter Innovation und Umwelt, betonte, dass alle  Teams grundsätzlich Gewinner sind, da sie die Energieeffizienz in den Betrieben umsetzen und dadurch einen Multiplikatoreneffekt unter den Azubis in den Unternehmen in Gang setzen. Er gratulierte den erfolgreichen Absolventen und händigte jedem Azubi eine IHK-Teilnahmebescheinigung aus.

„Voller Energie gegen Energieverschwendung“

Den ersten Platz belegten Hatice Kara, Annabell Franz, Maximilian Fuchs und Paul Fortune von der Firma F.S. Fehrer Automotive GmbH in Kitzingen. Die Energie-Scouts haben in ihrem Ausbildungsbetrieb das Projekt „Voller Energie gegen Energieverschwendung“ durchgeführt. Die vier Energie-Scouts bauten ein eigenes Versuchsmodell und analysierten damit
Beleuchtungskosten. Sie wollten so herausfinden, ob an verschiedenen Standorten durch Zeitschaltuhren oder Bewegungsmelder mehr Energie gespart werden kann. Das Siegerteam fährt im nächsten Jahr zum bundesweiten Wettbewerb der Energie-Scouts nach Berlin.

Platz zwei ging an Jonas Müller, Lukas Koch und Patrick Heeger, Auszubildende bei der Schaeffler Technologies GmbH und Co. KG in Schweinfurt. Sie untersuchten bei FAG Aerospace Energieeinsparpotenziale im Bereich Druckluft, Beleuchtung, Produktionsanlagen und Lüftung.

Den dritten Platz belegten Jens Demmer, Michael Weinkam und Mona Eichner von der Areva GmbH, Erlangen. Sie untersuchten die Potenziale einer unternehmenseigenen Photovoltaikanlage und Einsparmöglichkeiten bei der Beleuchtung.

Energiesparpotentiale erkennen, Verbesserungen anregen

Die IHK Würzburg-Schweinfurt bietet die Qualifizierung zum „Energie-Scout“ für Auszubildende im Rahmen der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz an – ein gemeinsames Projekt des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) und des Bundesumweltministeriums (BMUB). Aufgrund der großen Nachfrage bietet die IHK bereits ab Oktober einen zusätzlichen Kurs „Azubi-Energie-Scouts“ an.

Die Teilnehmer werden für das Thema Energie und Energieeffizienz sensibilisiert. Die Auszubildenden tragen dann als Energie-Scouts in ihren Ausbildungsbetrieben dazu bei, Energieeinsparpotenziale zu erkennen, zu dokumentieren und Verbesserungen anzuregen. Die Qualifizierung wird in vier Einheiten durchgeführt: Einführung in die Energieeffizienz, Messtechniken, Kommunikation, Projektarbeit und Ergebnispräsentation. Deutschlandweit haben sich seit Anfang 2014 über 2.200 Auszubildende von 700 Unternehmen zu Energie-Scouts qualifiziert, bei der IHK Würzburg-Schweinfurt bislang 96 Auszubildende aus 30 Unternehmen.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der IHK.

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