Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Schwarze Kreuze im Stadtgebiet aufgestellt

Kripo ermittelt

ASCHAFFENBURG. Unbekannte haben offenbar in der Nacht zum Mittwoch an verschiedenen Orten im Stadtgebiet schwarze Kreuze aufgestellt. Nach vorliegenden Erkenntnissen handelt es sich bei der sogenannten „Aktion schwarze Kreuze“ um eine Kampagne rechter Gruppierungen. Die Kripo Aschaffenburg hat inzwischen die Ermittlungen übernommen.

Zehn Kreuze aufgestellt

Beamte der Polizeiinspektion Aschaffenburg hatten am Mittwochnachmittag nach einem Hinweis insgesamt zehn schwarze Kreuze im Stadtgebiet festgestellt, die überwiegend an Pfosten von Verkehrsschildern befestigt waren.

Neun davon sind etwa 80 cm hoch und 50 cm breit. Das Größte hat eine Höhe von über zwei Metern. In weißer Schrift waren auf den Kreuzen offenbar Namenskürzel von verstorbenen Bundesbürgern sowie eine Jahreszahl angebracht. Auf dem horizontalen Brett des großen Kreuzes befand sich der Schriftzug „Kein Vergeben kein Vergessen“.

Die „Aktion schwarze Kreuze“ wird seit 2014, jeweils am 13. Juli, bundesweit zum Gedenken an deutsche Opfer, die seit 1990 von Ausländern getötet wurden, durchgeführt.

Sämtliche Kreuze wurden sichergestellt. Die weiteren Ermittlungen werden von der Kriminalpolizei Aschaffenburg geführt, die auch Zeugenhinweise entgegennimmt.

Wer in der Nacht zum Mittwoch Personen beim Aufstellen der Kreuze beobachtet hat, wird gebeten, sich bei der Kripo Aschaffenburg unter Tel. 06021/857-1732 zu melden.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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