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Symbolbild Würzburg

Bezahlen über deutsche Server mit paydirekt

Einfach und schnell

Wer im Internet einkauft, will es einfach: per Mausklick bestellen, bezahlen – und am nächsten oder übernächsten Tag das begehrte Stück in den Händen halten. Zunehmend legen die Käufer aber auch Wert auf Sicherheit und möchten in Zeiten von Hackern und NSA-Skandalen das bewährte „Made in Germany“ auch beim Internetkauf bestätigt wissen.

paydirekt – Made in Germany

Mit paydirekt hat die deutsche Kreditwirtschaft ein Bezahlsystem eingeführt, das ausschließlich auf deutschen Servern läuft. Rainer Adelmann sprach mit Michael Storzer, Abteilungsleiter Electronic Banking bei der Sparkasse Mainfranken Würzburg über die Vorteile des neuen Systems und dessen Entwicklung.

Deutscher Datenschutz

„Deutschland ist ein Land, in dem die Menschen mehr Wert auf Sicherheit legen – vielleicht etwas mehr als in anderen Ländern“, so Michael Storzer zur noch jungen Geschichte von paydirekt. Der Wunsch vieler Kunden sei daher gewesen, „ein Online-Bezahlverfahren zu haben, wo die Rechtsgrundlage des Unternehmens nicht irgendwo im Ausland liegt.“ Da sich bei paydirekt nahezu alle deutschen Banken und Kreditinstitute zusammengeschlossen haben, gelten hier sowohl die deutsche Bankenaufsicht als auch der deutsche Datenschutz.

Setzt auf Kundenservice

Wie beim Konkurrenten Paypal aus den USA setzt paydirekt auf den Kundenservice. Das heißt: Sowohl die Anmeldung am System, als auch später die Einkäufe sind für den Kunden bequem und mit wenigen Mausklicks erledigt. Und: Innerhalb von 30 Tagen hat der Käufer bei Nichterhalt der Ware eine Geld-zurück-Garantie.

„Man braucht nichts, außer seinen individuellen paydirekt Zugangsdaten“, so Michael Storzer über das Bezahlverfahern. Man legt einmalig bei der Registrierung Benutzername und Kennwort fest. Und das ist ein weiterer und wichtiger Unterschied zum amerikanischen Konkurrenten: es wird kein Drittanbieter dazwischengeschaltet. Die Anmeldung erfolgt somit direkt bei der Hausbank des Kunden.

Registrierung bei Hausbank

So kann man sich beispielsweise direkt im Online-Banking Bereich der Sparkasse für paydirekt registrieren. Bei der Registrierung ist lediglich eine TAN zur Freischaltung nötig, die entweder per pushTAN, smsTAN oder TAN-Generator erhalten und dann in die Maske eingetragen wird. Und: Wer zum ersten Mal mit paydirekt einkaufen will und noch keine Registrierung hat, kann dies sogar bequem während des Bestellvorgangs im jeweiligen Shop erledigen. Er wird dann einfach während der Bestellung auf die Registrierungsseite seiner Hausbank weitergeleitet.

Bankeneigene Systeme

„Die Systeme, die im Hintergrund laufen, sind die bankeneigenen Systeme“, betont Michael Storzer einen weiteren Sicherheitsaspekt. „Das heißt, bei uns läuft im Hintergrund das Rechenzentrum der Sparkasse und nicht eines, das irgendwo in der Welt steht“. Hier wird noch ein weiterer Vorteil deutlich, denn der Kunde kann seine paydirekt-Transaktionen im Onlinekonto seiner Hausbank aufrufen und die Einkäufe nachvollziehen, ohne sich erst bei einem Drittanbieter einloggen zu müssen. So hat er innerhalb seines Online-Kontos den Überblick über die Transaktionen, die er mit paydirekt getätigt hat.

80 Händler beteiligt

Für ein gut funktionierendes Bezahlsystem müssen natürlich auch die Händler mitspielen: 80 Händler arbeiten derzeit bereits mit paydirekt, so Michael Storzer. Im Herbst soll die große Metro-Gruppe dazu kommen, zu der unter anderem Saturn, Media-Markt und Real gehören. Seit Einführung des Systems, Storzer weiter, habe es vermehrt Anfragen von Händlern gegeben, bei denen Kunden für ihren Einkauf gezielt nach paydirekt gefragt hatten.

Analog zur Kundenseite arbeitet paydirekt auch mit dem Händler über dessen Hausbank. Das heißt: Bei einer Transaktion landet der bezahlte Betrag direkt auf dem Konto des Händlers und der Zahlungseingang ist sofort für ihn einsehbar.

Attraktive Konditionen

Die Konditionen für die Händler seien attraktiv, so Michael Storzer. Zum einen besitzt der Händler eine Zahlungsgarantie, zum anderen sind die Adressprüfung des Käufers, dessen Legitimationsprüfung und auch die Altersprüfung bereits durch die Hausbank erfolgt. Außerdem liege der Preis dabei meist günstiger als bei vergleichbaren Mitbewerbern.

Im Hinblick darauf, dass paydirekt ein noch junges System ist, das erst vor wenigen Monaten gestartet wurde, geht Michael Storzer davon aus, dass „bereits zum Jahresende deutlich mehr Händler paydirekt nutzen und in immer mehr Online-Shops sicher online mit paydirekt bezahlt werden kann “.

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