Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Rettungsdienstliche Versorgung im Landkreis verbessert

Versammlung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung

Im Rahmen der gestrigen Sitzung des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) wurde das vom Institut für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) vorgelegte Bedarfsgutachten zur rettungsdienstlichen Versorgungssituation im Rettungsdienstbereich Würzburg vorgestellt und weitreichende Veränderungen beschlossen.

Einrichtung eines Stellplatzes in der Gemeinde Wiesthal (Landkreis Main-Spessart) mit entsprechender Erhöhung der Rettungswagen Vorhaltung im Versorgungsbereich Lohn.

Das INM empfiehlt zur Verbesserung der Versorgungssituation im östlichen Teil des Versorgungsbereichs der Rettungswache Weibersbrunn, zur schnelleren Erreichbarkeit der Orte Wiesthal, Neuhütten und Habichsthal/westliche Gemeindeteile von Frammersbach (alle Landkreis Main-Spessart) sowie zur Absicherung des Versorgungsbereichs der Rettungswache Lohr bei Duplizitätsfällen, in der Gemeinde Wiesthal einen Stellplatz mit täglicher RTW-Vorhaltung von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr einzurichten.

Die Zustimmung der Krankenkassen wurde durch den ZRF Würzburg beantragt.

Erhöhung der RTW-Vorhaltung im Versorgungsbereich Kitzingen

Ab dem 01.08.16 wird die Vorhaltung des zweiten in Kitzingen stationierten Rettungswagens um 63 Wochenstunden deutlich ausgebaut.
Das Notfallaufkommen im Versorgungsbereich Kitzingen hat seit 2010 (2869 Ereignisse) um ca. 30% zugenommen.

Zudem gibt es eine Häufung von Einsatzduplizitäten tagsüber, bis in die späten Abendstunden sowie an den Wochenenden auch in den Nachtstunden.

Erhöhung der RTW-Vorhaltung im Versorgungsbereich Würzburg

Auch im Versorgungsbereich Würzburg wird die Vorhaltung der Rettungswagen nach Entscheidung des ZRF Würzburg deutlich ausgebaut. Die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern hat die beantragte Erhöhung der Vorhaltung um 95 Wochenstunden genehmigt.

Hintergrund ist eine deutliche Steigerung der Einsatzzahlen im Bereich der Notfallrettung im Stadtgebiet und den stadtnahen Landkreisgemeinden.

„Davon profitiert der gesamte westliche Landkreis Würzburg“

Auch der dem Versorgungsbereich Kist zugeordnete Stellplatz Kist wird aufgrund der zeitlichen Verteilung des Notfallgeschehens künftig täglich bis 24:00 Uhr mit einem Rettungswagen besetzt sein. „Davon profitiert der gesamte westliche Landkreis Würzburg“, freut sich Landrat Eberhard Nuß. Damit kann eine langjährige Forderung durch die Zustimmung der Krankenkassen realisiert werden.

Text: Paul Justice

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