Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Strafgefangener bei Arztbesuch entwichen: Fahndung!

Polizei fahndet nach 42-Jährigem

WÜRZBURG / INNENSTADT. Im Rahmen eines Arztbesuchs ist es einem Strafgefangenen am Montagnachmittag gelungen, vor dem ihn begleitenden Justizvollzugsbeamten zu flüchten. Der 42-Jährige setzte das Pfefferspray des Beamten gegen ihn ein und nutzte dann die Situation zur Flucht. Die Polizei fahndet nun nach dem Gefangenen und bittet um Hinweise aus der Bevölkerung.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Der Beamte der Justizvollzugsanstalt Würzburg hatte den 42-jährigen Häftling gegen 13.15 Uhr zu einem Arzttermin in der Eichhornstraße begleitet. Im Anschluss an den Besuch in der Praxis gelang es dem 42-Jährigen, vor dem Beamten weg zu laufen.

Als dieser den Gefangenen wenige Meter entfernt in einem Hauseingang stellte und ihm mit dem Einsatz von Pfefferspray drohte, trat der 42-Jährige auf ihn zu, drehte das Spray in der Hand des Beamten und sprühte ihm damit ins Gesicht. Anschließend nahm er das Pfefferspray an sich und flüchtete in Richtung Herzogenstraße.

Ein Mann, der sich dem Flüchtenden noch in den Weg stellen wollte, konnte ihn nicht mehr aufhalten. Der Justizvollzugsbeamte erlitt Verletzungen im Bereich der Augen und wird in einer Klinik behandelt. Sofort eingeleitete Fahndungsmaßnahmen der Würzburger Polizei mit Unterstützung der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg verliefen bislang ohne Ergebnis.

Von dem Gefangenen, der bis Januar 2017 eine Haftstrafe wegen Eigentumsdelikten abzusitzen hat, geht keine Gefahr aus.

Der Mann kann wie folgt beschrieben werden:

  • Etwa 1,75 m groß, schlanke Figur
  • bekleidet mit weißem Hemd, grauer Hose und schwarzen Schuhen
  • trägt Brille und Glatze
  • hat am Oberkörper zahlreiche Tätowierungen und Piercings, auffällig ist eine auf dem Hinterkopf tätowierte große Spinne

Zeugen, denen der Mann aufgefallen ist oder die Hinweise auf dessen Aufenthaltsort geben können, werden gebeten, sich unter Tel. 0931/457-2230 zu melden.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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