Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

„Mozarts Europa“ als Erfolgsmodell beim Mozartfest 2016

Über 60 Veranstaltungen

„Mozarts Europa“ lautete das diesjährige Motto des Mozartfestes Würzburg, das am Sonntag nach einem Monat mit der Jupiternacht zu Ende ging. Angeboten wurden über 60 Veranstaltungen an mehr als 20 verschiedenen Spiel­orten. Eine von zwei Nachtmusiken musste auch in diesem Jahr wegen des schlechten Wetters nach innen verlegt werden, was dann zu einem reduzierten Platzangebot führt. Mit 22.000 Besuchern und einer Aus­lastung von 93,5 % lag der Publikumszuspruch auf dem Niveau des Vorjahres. Nicht gezählt sind hierbei die Besucher des Mozarttages, der Festmessen und der Filme im Programmkino Central.

Live-Mitschnitte

14 Konzerte wurden vom Bayerischen Rundfunk, Deutschlandradio und dem WDR mitgeschnitten. Das Eröff­nungs­­konzert am 4. Juni mit dem Pianisten und diesjährigen Artiste étoile Kit Armstrong und dem Scottish Chamber Orchestra wurde live im Radio auf BR-KLASSIK und als Video-Livestream auf der Internetseite des Bayerischen Rundfunks übertragen. In den Mediatheken von BR-KLASSIK und ARTE Concert ist das Konzert als Film weiterhin abrufbar. Alle Sendetermine werden auf der Website des Mozartfestes veröffentlicht.

Zufriedene Mozartfest-Leitung

Die Mozartfest-Leitung, Intendantin Evelyn Meining und Geschäftsführerin Karin Rawe, sind mit dem Ergebnis des Mozartfestes 2016 sehr zufrieden. „Die Neugier unserer Künstler auf das musikalische Europa in der Mozart Zeit war bei der Planung der Programme groß und hat sich auch auf unser Publikum übertragen“, freut sich Evelyn Meining.

„Das zeigen die anspruchsvollen Konzertabende mit begeisterten Besuchern“. Für Karin Rawe waren besonders die vielen Rundfunk-Übertragungen von Mozartfest-Konzerten sehr erfreulich: „Wir gewinnen dadurch nicht nur zusätzliche Hörer für diese Konzerte sondern auch potentielle Mozartfest-Besucher. Ganz entscheidend ist aber die Verbreitung der Mozartfest-Konzerte weltweit.“

MozartLabor voller Erfolg

Das MozartLabor im Exerzitienhaus Himmelspforten bot Stipendiaten und Dozenten aus den Be­reichen Kompo­sition und Interpretation, Musikwissenschaft, Kulturjournalismus und Festivalmanagement die Möglichkeit zum Austausch. Die öffentlichen Proben ermöglichten den direkten Kontakt zu den Künstlern. Podiums­­­gespräche, Roundtables, Vorträge und ein Liederabend ergänzten die tägliche Arbeit. Das MozartLabor schloss am 14. Juni mit einem Stipendiatenkonzert im Fürstensaal der Residenz, das mit einer Video­produktion begleitet wurde. Im Rahmen des Konzertes wurde auch die Auftragskomposition des Mozartfestes an Kit Armstrong, die Vertonung von Liedern auf fünf Texte, die bereits Mozart vertont hatte, uraufgeführt.

Höhepunkte im Kaisersaal

Im Kaisersaal zählten die Sinfoniekonzerte mit dem Scottish Chamber Orchestra und Artiste étoile Kit Armstrong, dem Kammerorchester Basel mit der Cellistin Sol Gabetta, dem Irish Chamber Orchestra und Klarinettist Jörg Widmann sowie dem Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unter Leitung von Sir John Eliot Gardiner zu den Höhepunkten des diesjährigen Mozartfestes.

Die Kammermusikkonzerte mit Kit Armstrong (Klavier), Andrej Bielow (Violine), Alban Gerhardt (Cello) und Jörg Widmann (Klarinette) und mit dem Dover Quartett sowie das Debut des norwegischen Cellisten Truls Mørk beim Mozartfest sorgten für weitere Glanzpunkte.

Besondere Momente

Einen der emotionalsten Abende des diesjährigen Festivals erlebten die Besucher des Konzertes „Bruckner im Dom“, bei dem die Bamberger Symphoniker und ihr scheidender Chefdirigent Jonathan Nott die 8. Symphonie von Anton Bruckner auf beeindruckende Weise interpretierten. Ein besonderer Moment war auch die Wiederbegegnung mit Alfred Brendel, der nach 25 Jahren wieder beim Mozartfest gastierte. Mezzosopranistin Waltraud Meier feierte in ihrer Heimatstadt Würzburg vor einem begeisterten Publikum ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum mit einem Gala-Liederabend und Weggefährten wie Sir Peter Jonas und Frank Markus Barwasser.

Komponist Aribert Reimann

Der Komponist Aribert Reimann, gerade mit dem Robert Schumann-Preis für Dichtung und Musik der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz ausgezeichnet, wurde dem Mozart­fest-Publikum im MozartLabor und in fünf Veranstaltungen vorgestellt. Höhepunkte waren dabei die Aufführung seines Liederzyklus „Ollea“ nach Gedichten von Heinrich Heine mit der Sopranistin Mojca Erdmann und dem Pianisten Malcolm Martineau und die Interpretation von Reimanns „Adagio – zum Gedenken an Robert Schumann“ durch das Schumann Quartett.

Das Mozartfest 2017 wird vom 2. Juni bis 2. Juli stattfinden. Das Programm wird im Dezember veröffentlicht.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Mozartfestes Würzburg.

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