Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Neuigkeiten nach Auffinden eines Jugendlichen mit Kopfverletzungen

Ermittlungen dauern an

ASCHAFFENBURG. Nachdem ein 16-Jähriger am frühen Sonntagmorgen im Eingangsbereich eines Hotels am Dalberg mit schwereren Kopfverletzungen aufgefunden worden war, bittet die Polizei erneut um Hinweise von Zeugen. Personensuchhunde der Polizei konnten am Dienstag den vermeintlichen Weg des Jugendlichen rekonstruieren.

Außerdem liegt die Beschreibung seiner Kleidung vor.

Wie bereits berichtet, hatte der 16-Jährige, der aus dem Landkreis Aschaffenburg stammt, am Samstagabend mit Freunden das Aschaffenburger Volksfest besucht. Nachdem seine Begleiter ihn nach 01.00 Uhr nicht mehr auf dem Festplatz gesehen hatten, wurde er von einem Zeugen gegen 04.45 Uhr im Eingangsinnenbereich eines Hotels am unteren Löhergraben aufgefunden.

Sofort hatte sich der Mann um den Verletzten gekümmert und den Notruf gewählt. Der Rettungsdienst brachte den Jugendlichen in eine Klinik, wo er stationär aufgenommen wurde.

Unfall oder Straftat

Seit Montag ermittelt die Aschaffenburger Kripo in dem Fall. Weiterhin ist unklar, wie es zu den schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen, gekommen ist. Rechtsmedizinischen Einschätzungen zur Folge könnte der 16-Jährige z.B. durch einen Unfall oder ein Sturzgeschehen verletzt worden sein. Auch eine Straftat kann weiterhin nicht ausgeschlossen werden.

Nachdem der Jugendliche selbst noch keine detaillierten Angaben machen kann, wie es zu seinen Verletzungen gekommen ist, ist es den Ermittlern gelungen, den vermeintlichen Weg zu rekonstruieren, den der junge Mann in der Nacht zum Sonntag zwischen 01.00 Uhr und 04.00 Uhr zurückgelegt haben müsste.

Personensuchhunde im Einsatz

Hierzu kamen am Dienstag speziell ausgebildete Diensthundeführer des Polizeipräsidiums Unterfranken mit ihren Personensuchhunden zum Einsatz. Beide Hunde konnten unabhängig voneinander die Spur des 16-Jährigen aufnehmen und in der Folge einen nahezu identischen Weg ausmachen, den der Jugendliche zurückgelegt haben muss:

Dieser beginnt am Volksfestplatz und setzt sich über die Willigisbrücke fort. Am Ende der Brücke geht es analog der dortigen Rechtskurve in Richtung des Floßhafens weiter. Dort laufen die Hunde an dem Spielplatz vorbei und die Kranengasse hoch. Für die dortigen Innenhöfe zeigt ein Hund Interesse.

 

Beide Tiere folgen dann der Spur weiter die Kranengasse hoch bis zur Fischergasse, biegen in diese nach links ab und laufen bis zum Fundort des 16-Jährigen im Eingangsinnenbereich des Hotels am unteren Dalberg.

Die Beamten nehmen diese konkrete Erkenntnis jetzt erneut zum Anlass, um Zeugen zu finden, die sachdienliche Angaben machen können. Dabei geht es zum einen um Fußgänger oder Fahrradfahrer, die z.B. nach einem Volksfestbesuch in der zweiten Nachthälfte von Samstag auf Sonntag über die Willigisbrücke gelaufen bzw. gefahren sind.

Zum anderen könnte der Jugendliche Autofahrern, die auch überregional als Gäste des Volksfestes unterwegs waren, aufgefallen sein.

Erneute Bitte um Zeugenhinweise

Aufgrund des von den Hunden angezeigten Weges könnten auch Anwohner der genannten Straßen etwas gesehen oder gehört haben. Zur Kleidung des 16-Jährigen kann gesagt werden, dass er Bluejeans und schwarze Schuhe trug. Vor allem aber könnte sein hell-grauer Kapuzenpullover mit roter Aufschrift Zeugen aufgefallen sein.

Anrufe bitte unter Tel. 06021/857-1732.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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