Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Unter Drogen in Baustellenabsicherung gekracht

Aus dem Staub gemacht

MARKTHEIDENFELD, LKR. MAIN-SPESSART. Dass ein Drogenkonsum und die Teilnahme am Straßenverkehr nicht nur unvereinbar miteinander sind und auch noch weitreichendere Folgen haben können, hat sich mal wieder am frühen Samstagmorgen bewahrheitet. So hatte eine 23-Jährige unter dem Einfluss von diversen Betäubungsmitteln stehend mit ihrem Pkw im Bereich der Autobahnbaustelle bei Marktheidenfeld einen Unfall verursacht und sich anschließend aus dem Staub gemacht.

Nach Fahndung erwischt

Nachdem sie wenig später im Rahmen der Fahndung doch aus dem Verkehr gezogen werden konnte, bekam die junge Frau dann im weiteren Verlauf des Morgens, bedingt durch den vorangegangenen Rauschgiftkonsum, derart gesundheitliche Probleme, so dass sie schließlich einer ärztlichen Behandlung bedurfte.

Verschiedene Drogen konsumiert

Die aus Rumänien stammende Frau hatte nach eigenen Angaben eine knappe Woche in den Niederlanden verbracht und dort verschiedene Drogen zu sich genommen. Auf ihrem Heimweg befuhr sie gegen 04.55 Uhr die A 3, wo sie zunächst kurz vor der Anschlussstelle Marktheidenfeld im Baustellenbereich mit der Außenleitplanke kollidierte und mehrere Warnbaken umfuhr.

Unbeeindruckt davon setzte sie ihre Fahrt einfach fort. Im weiteren Verlauf geriet sie noch mehrmals in die Mittelleitplanke, bis sie schließlich durch eine Streife der Autobahnpolizei mit ihrem rundum beschädigten Audi A 3 im Bereich der Baustelle bei Würzburg-Heidingsfeld gestoppt werden konnte.

Test positiv

Dabei stellten die Beamten schnell fest, dass die Frau deutlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Ein entsprechender Drogenvortest verlief positiv. Ebenso konnten in ihrem Pkw Utensilien festgestellt werden, die auf den Konsum einer „Kräutermischung“ Rückschlüsse zuließen. Daraufhin war bei der 23-Jährigen eine Blutentnahme fällig und ihr Führerschein wurde beschlagnahmt. Hierzu wurde sie zunächst zur Dienststelle der Verkehrspolizei in den Mainfrankenpark gebracht.

Noch vor Abschluss der polizeilichen Sachbearbeitung verschlechterte sich jedoch der Allgemeinzustand der Frau zusehends und sie litt immer mehr unter diversen Wahnvorstellungen. Letztlich musste sie durch den Rettungsdienst zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus nach Werneck gebracht werden.

Zeugen gesucht

Insgesamt entstanden am Pkw und den Verkehrsleiteinrichtungen Schäden in Höhe von rund 5.600 Euro.

Verkehrsteilnehmer, denen der Audi A 3 mit der rumänischen Zulassung auf der Autobahn zwischen Aschaffenburg und Würzburg am frühen Samstagmorgen aufgefallen ist und die unter Umständen durch die Fahrweise der jungen Frau auch gefährdet wurden, werden gebeten sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried, Tel-Nr. 09302/910-130, zu melden.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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