Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Patient greift Sanitäter an und verletzt ihn schwer

Rettungsassistent attackiert

ELSENFELD, LKR. MILTENBERG. Ein offenbar psychisch Belasteter aus dem Landkreis Miltenberg hat am Donnerstagnachmittag einen Sanitäter attackiert, der ihm Hilfe leisten wollte.

Der Rettungsassistent wurde dabei schwer verletzt und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Zu Notfall alarmiert

Die dreiköpfige Besatzung eines Rettungswagens des Bayerischen Roten Kreuzes war gegen 15:00 Uhr zu einem Notfall in der Dammsfeldstraße alarmiert worden.

Hier sollte der Beifahrer eines PKWs medizinische Hilfe benötigen. Er sei sehr aufgebracht.

Bei der vorausgegangenen Fahrt hatte er der Fahrerin bereits mehrfach versucht, ins Lenkrad zu greifen.

Nach einer ersten Untersuchung bat das Rettungsteam den Patienten, der sich zwischenzeitlich wieder beruhigt hatte, zur weiteren Behandlung mit in den Rettungswagen zu kommen.

Unvermittelt angegriffen

Auf dem Weg dorthin griff der Mann plötzlich und unvermittelt den Rettungsassistenten an und schlug und trat nach ihm. Den beiden anderen Sanitätern gelang es schließlich den Angreifer wegzuziehen.

Der Mann lief daraufhin davon, sodass sich die Rettungsdienstmitarbeiter um ihren verletzten Kollegen kümmern konnten.

Dieser hatte durch den Angriff offenbar mehrere Knochenbrüche erlitten.

Psychische Erkrankung

Noch während der Behandlung kam der Angreifer zurück zur Einsatzstelle – jetzt wieder völlig ruhig und kooperativ.

Zwei zwischenzeitlich eingetroffene Polizeistreifen nahmen ihn in Empfang. Hintergrund für die Tat ist nach aktuellem Ermittlungsstand wohl eine schubweise verlaufende, psychische Erkrankung.

In Klinik gebracht

Der Mann wurde daher zur Behandlung in eine Fachklinik gebracht. Die Polizeiinspektion Obernburg ermittelt wegen Körperverletzung und wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

Ein weiterer Rettungswagen und ein Notarzt brachten den verletzten Sanitäter in ein Krankenhaus, wo er operiert wurde. Mittlerweile ist er auf dem Wege der Besserung.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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