Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Enkeltrick: Rentnerin um 25.000 Euro gebracht

Weitere Versuche in der Region

WÜRZBURG. Eine 75 Jahre alte Rentnerin aus Würzburg wurde am Donnerstagnachmittag von Trickbetrügern um ihre Ersparnisse gebracht. Am Telefon gab sich eine Täterin als Nichte in Geldnot aus. Später übergab die getäuschte Tante einem angeblichen Freund der Anruferin 25.000 Euro. In fünf weiteren Fällen in der Region versuchten Täter den gleichen Trick.

Wie man bei Anrufen richtig reagiert 

Zwischen 14 und 17 Uhr klingelte bei der Rentnerin in der Riemenschneiderstraße das Telefon. Die Anruferin erweckte den Anschein, sie sei ihre Nichte und bräuchte dringend 25.000 Euro.
Einen genauen Grund nannte sie nicht.

Geld an „Freund“ übergeben

Die Dame war der festen Überzeugung, sie habe ihre echte Nichte am Telefon und wollte ihr in der Notlage helfen. Die falsche Nichte wollte ihren Freund vorbeischicken, der das Geld abholen sollte. Später klingelte der besagte Geldbote, betrat die Wohnung und nahm das Geld in Empfang ohne dabei ein Wort zu sprechen.

Er wird beschrieben als ca. 1,75 Meter groß und zwischen 25 und 35 Jahren alt. Er hatte dunkle Haare und einen dunklen Teint. Bekleidet war er mit einer Jeans, in deren Hosentaschen er das Geld hineinstopfte.

Zeugen gesucht

Zeugen, die diese Person im Bereich der Riemenschneiderstraße gesehen haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0931/457-1732 bei der Kriminalpolizei Würzburg zu melden.

Weitere Anrufe im Landkreis

Fünf weitere Versuche aus den Bereichen Ochsenfurt, Kitzingen und Würzburg wurden der Polizei am Donnerstag bekannt. Die Angerufenen bemerkten hier den Schwindel und es kam zu keinen Geldübergaben.

„Hallo Oma, rate mal wer dran ist?“

Immer wieder versuchen Betrüger mit dem sogenannten „Enkeltrick“ ältere Menschen zu betrügen und zur Herausgabe von großen Geldbeträgen zu bewegen. Sie erwecken am Telefon mit Fragen wie „Hallo Oma, rate mal wer dran ist?“ den Anschein ein Verwandter zu sein und sich in einer finanziellen Notlage zu befinden.

Häufig werden Immobilienkäufe oder eine dringende Ratenzahlung vorgegeben. Die getäuschten Senioren heben daraufhin oft große Mengen Bargeld ab oder legen Schmuck und Wertgegenstände zur Abholung bereit. Später erscheint dann ein unbekannter Bote, der im Auftrag des vermeintlichen Angehörigen das Geld und die Wertsachen abholen soll.

Die Kripo rät zur Vorsicht

Die Kriminalpolizei rät dringend zu erhöhter Vorsicht bei telefonischen Geldforderungen von vermeintlichen Verwandten oder Bekannten. Geben sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis. Beenden Sie das Gespräch, wenn der Anrufer Geld fordert.

Halten Sie danach Rücksprache mit Familienangehörigen und informieren Sie die Polizei. Lassen sie keine fremden Personen in Ihre Wohnung und übergeben sie niemals Geldbeträge oder Wertgegenstände an unbekannte Personen – auch nicht, wenn dieser Besuch zuvor telefonisch angekündigt wurde.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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