Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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HWK: Plus bei Ausbildungsverträgen

Immer weniger Lehrlinge

Die Studiumsberechtigungsquote lag laut Statistischem Bundesamt zum Wintersemester 2015/2016 bei 58 %. Im Vergleich zu den 70er-Jahren, in denen noch rund 70 % eine berufliche Bildung anstrebten, hat sich das Bild komplett gedreht. „Wir müssen als Gesellschaft aufpassen, dass sie funktionsfähig bleibt. Nur mit Akademikern allein ist die Gesellschaft nicht tragfähig“, so die Einschätzung von Rolf Lauer, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Unterfranken.

Abwärtstrend gestoppt

Umso mehr ist es beachtlich, dass der Abwärtstrend bei den neuen Ausbildungsverträgen, der von 2011 an tiefe Spuren im unterfränkischen Handwerk hinterlassen hat, seit dem vergangenen Jahr gestoppt werden konnte. „Aber auf niedrigem Niveau. Nach wie vor würden die unterfränkischen Betriebe rund 1.000 Lehrlinge mehr neu einstellen. Aber es gibt sie nicht“, so Rolf Lauer.

Plus von einem Prozent

Aktuell verzeichnet die Handwerkskammer für Unterfranken 1.026 neue Lehrverträge für den Ausbildungsstart im Jahr 2016, was einem Plus von rund einem Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. „Wir sind klar auf Konsolidierungskurs und sind zuversichtlich, dass wir am Ende des Jahres auch wieder das Vorjahresniveau erreichen werden“, blickt Rolf Lauer nach vorne.

Es ist erkennbar, dass das Werben der Ausbildungsbetriebe um künftige Auszubildende immer früher beginnt. Auch im Handwerk trifft dies zu. „Wir sind sehr froh, dass sich schon Ende Mai über 1.000 junge Menschen für eine Karriere im Handwerk entschieden haben“, so der Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer.

Karriereperspektive Handwerk

Laut einer aktuellen Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) verdienen Meister und Techniker genauso viel wie Akademiker. Noch deutlicher wird es bei den folgenden Ergebnissen: Rund 30 % der Meister und Techniker verdienen mehr als ein durchschnittlicher Akademiker. Und von der anderen Seite betrachtet: 25 %, also ein Viertel, der Akademiker verdient weniger als ein durchschnittlicher Meister oder Techniker. Rolf Lauer: „Das zeigt doch eindeutig, welche Chancen eine Karriere im Handwerk bietet.“

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Handwerkskammer für Unterfranken.

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