Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Spektakulärer Einsatz in 40 Metern Höhe

Grafeneckart als Kulisse für Rettungsübung

WÜRZBURG. Nach einem Arbeitsunfall auf dem Gerüst am Grafeneckarts bleibt aus Sicht der Feuerwehr nur ein sicherer Weg den Verletzten nach unten zu bringen: durch Abseilen in der Trage außen am Gerüst entlang. Ein Feuerwehrmann begleitet den Patienten abwärts und sucht sich einen Weg, ohne dass sich die Trage dreht oder anschlägt. Zwei Seile sichern die „Fahrt“ nach unten.

Da muss jeder Fußtritt sitzen. Ein solches Szenario probten am Dienstag die Höhenretter der Berufsfeuerwehr am Rathaus-Turm und in Windeseile hatte die Übung mit Seilwinde ein großes Publikum.

Feuerwehrmann Florian Fastner erklärte vor Ort die besonderen Anforderungen in dieser Situation und was die schwindelfreien Höhenretter generell leisten müssen.

Zusatzausbildung „Höhenretter“

26 Feuerwehrleute, rund ein Viertel der Einsatzkräfte der Würzburger Berufsfeuerwehr, haben diese 80-stündige Zusatzausbildung, die regelmäßige Übungen und theoretische Schulungen vorsieht. Es gilt in fremden Umgebungen oder schwer zugänglichen Bauwerken zu retten.

Eine Drehleiter kann nicht an jeder Brücke, an jedem Windrad oder in unterirdischen Schächten eingesetzt werden. Dann braucht es individuelle Lösungen, um Hilfe leisten zu können.

Im Normalfall bilden vier Einsatzkräfte ein Team. Einer begleitet direkt den Verletzten, die übrigen führen die Seile oder sichern die Umgebung.

„Wir haben bei unserer Übung heute auch Kollegen aus Stuttgart dabei. Unter den Berufsfeuerwehren gibt es einen Austausch, um für möglichst viele denkbare Notfälle gerüstet zu sein“

Am Grafeneckart sind die Querverstrebungen des Gerüsts eine besondere Herausforderung. Natürlich war bei der Errichtung keine Vorgabe, dass hier einmal ein Feuerwehrmann mit Trage durchpassen muss. Oft finden sich an Baustellen zudem scharfe Kanten oder weitere Hindernisse bis zum Boden.

Jedes Übungs-Szenario ist anders und von daher eine wertvolle Erfahrung. „Wir haben bei unserer Übung heute auch Kollegen aus Stuttgart dabei. Unter den Berufsfeuerwehren gibt es einen Austausch, um für möglichst viele denkbare Notfälle gerüstet zu sein“, erklärte Fastner.

Die Stuttgarter und Würzburger Einsatzkräfte trainieren insgesamt eine Woche zusammen und der Dienstag bot hierbei die touristischen Hauptattraktionen dieser praktischen Übung. Parallel zum Einsatz am Grafeneckart ging es nämlich mit der Ausrüstung auch noch den Turm der Marienkapelle hinunter.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Stadt Würzburg.

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