Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Teddyklinik: Medizinstudenten behandeln kranke Kuscheltiere

15. Würzburger Teddyklinik

Von Dienstag, 7. Juni bis Donnerstag, 9. Juni 2016 wird auf dem Gelände des Universitätsklinikums Würzburg die 15. Würzburger Teddyklinik stattfinden. Die Veranstaltung wird von Medizin- und Pharmaziestudierenden der Universität Würzburg unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. C. P. Speer, Direktor der Universitäts-Kinderklinik Würzburg, organisiert.

Teddy-Sprechstunde

Im Innenhof der Kinderkrankenpflegeschule wird drei Tage lang das Teddybären-Krankenhaus mit verschiedenen Stationen, wie Aufnahme, Wartezimmer, Röntgenabteilung, OP, Behandlungsraum sowie einer Apotheke aufgebaut. Ein großes Zelt steht für die Teddy-Sprechstunde zur Verfügung.

Spielerisch Kontakt erleben

In den Kindergärten wird das Thema Krankheit einige Tage vor dem eigentlichen Besuchstermin in kleinen Gruppen erarbeitet. Die Kinder sollen Krankheiten für ihre Stofftiere erfinden, die dann in der Teddyklinik von „Teddyärzten“ (Medizinstudenten) behandelt und versorgt werden. So erleben die Kinder den „Kontakt mit Ärzten“ auf spielerische Art und Weise, ohne selbst als Patient oder Patientin betroffen zu sein. Ziel ist es, den Kindern die Angst vor Ärzten in weißen Kitteln, deren Instrumente und dem Krankenhaus ein Stück weit zu nehmen. Je zu Beginn erfragen die Teddydoktoren die Krankengeschichte der kleinen „Kuscheltier-Patienten“.

Notfalls operative Eingriffe

Wichtig ist dabei, dass gesundheitliche Probleme der Kinder selbst unberührt bleiben. Je nachdem welcher Befund vorliegt, wird nun zusammen mit dem Kind untersucht, erklärt und verarztet. Die Behandlung der Kuscheltiere umfasst Abhören und Abtasten, Ohren spiegeln, Fieber messen, Röntgen, Ultraschall und schließlich so gut wie immer das Anlegen vieler bunter Verbände und Pflaster. Im Notfall kann auch ein operativer Eingriff in unserem ausgestatteten OP-Bereich die einzige Möglichkeit sein, das Kuscheltier wieder gesund zu machen. Hier dürfen sich laut Pressemitteilung selbstverständlich die Kinder als Operateure versuchen und fördern die verrücktesten Gegenstände, von Glasmurmeln bis Strohweihnachtssternen, aus den Bäuchen unserer kleinen Patienten. Natürlich ist auch das Impfen mit entsprechendem Eintrag in den Kuscheltierimpfpass Teil der Teddy-Sprechstunde.

Tapferkeits-Gummibärchen

Am Ende des Teddyklinik-Besuches steht für jedes Duo der Gang zur Apotheke an, in der die Kinder unter anderem Obst, Tapferkeits-Gummibärchen, Pflaster, Spritzen und viele andere Kleinigkeiten zur häuslichen Versorgung ihrer Patienten mit nach Hause bekommen. Dank der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den Pharmaziestudenten erhalten die Kinder auch einen spielerischen Einblick in die Welt der Kräuter und Salben und können hierbei ihre fünf Sinne erproben. Natürlich hat das Thema Zahngesundheit und richtiges Zähneputzen seinen Platz in der Teddyklinik. In den angrenzenden Räumlichkeiten der Kinderkrankenpflegeschule wartet auf die Kinder eine altersgerechte Vorführung durch einen erfahrenen Zahnarzt.

Zielgruppe 3 – 6 Jahre

Ein weiteres Highlight des Besuches der Teddyklinik ist der Rettungswagen, der den Kindern ganz frei zur Erkundung und zum Anfassen zur Verfügung steht. Sanitäter erzählen gerne spannende Geschichten über den Alltag im Rettungsdienst und führen begeistert die Ausstattung des Krankenwagens vor. Die Kapazitäten reichen für etwa 400 Kinder pro Tag, die die Sprechstunde für Kindergärten Dienstag bis Donnerstag von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr, mittwochs zusätzlich nachmittags von 14.00 bis 16.00 Uhr, besuchen. Eingeladen sind alle Kindergärten der Umgebung (Zielgruppe 3 – 6 Jahre), sowie alle Eltern und Kinder, die gerne privat mit ihrem kuscheligen Patienten vorbeikommen möchten.

Jährlich 1000 Kinder

Das Konzept Teddybärenkrankenhaus wird in zahlreichen deutschen und europäischen Städten auf ähnliche Weise umgesetzt und findet so großen Anklang und viel Begeisterung. Die Teddyklinik findet in diesem Jahr zum 15. Mal in Würzburg statt, jährlich schauen rund 1000 begeisterte Kinder vorbei. Auch 2016 freuen sich die Organisatoren wieder auf viele kleine Patienten und hoffentlich positive Resonanz.

Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung von Astrid Artmeyer für die Teddyklinik 2016.

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