Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Mietpreisanstieg in Würzburg verhältnismäßig niedrig

Würzburg fast Schlusslicht

Seit Herbst 2010 haben die Mietpreise für bereits bestehende Mietwohnungen in allen bayerischen Großstädten deutlich zugelegt. Die höchsten Anstiege im Zeitraum Herbst 2010 bis Herbst 2015 lagen nominal in Ingolstadt bei einem Plus von 37,3 %, in Augsburg bei 21,9 % und Nürnberg verzeichnete einen Anstieg von 20,3 %. Würzburg liegt im Vergleich relativ weit hinten. Die Domstadt verzeichnet laut des Marktforschungsinstituts des Immobilienverbandes Deutschland IVD Süd einen Anstieg der Mietpreise um 13,2 %. Damit liegt nur noch Fürth mit 8,2 % dahinter.

Knapp 10 Euro

Das höchste Mietpreisniveau bei den untersuchten Großstädten weist im Herbst 2015 München mit 14,70 €/m2 aus, gefolgt von Erlangen mit 11,60 €/m2 und Ingolstadt mit 11,40 €/m2. Der durchschnittliche Mietpreis in den bayerischen Großstädten liegt im Herbst 2015 bei 10,20 €/m2. In Würzburg beträgt die Kaltmiete pro Quadratmeter laut Mietspiegel der Südbayerischen Immobiliengesellschaft derzeit 9,99 Euro.

Bedarf an preisgünstigen Wohnungen

„Der hohe Flüchtlingszustrom hat den ohnehin hohen Bedarf an Wohnraum in den bayerischen Großstädten weiter verstärkt“, so Prof. Stephan Kippes, Leiter des IVD- Marktforschungsinstituts. „Zwar hat die Neubautätigkeit in den Ballungsregionen in den vergangenen Jahren angezogen, errichtet wird jedoch in erster Linie Wohnraum im höherpreisigen Segment. Ein massiver Bedarf besteht derzeit aber vor allem an preisgünstigen Wohnungen. Der Angebotsmangel an den Mietmärkten der Großstädte kann ohne eine deutliche Zunahme der Neubautätigkeit nicht bewältigt werden. Dabei kann diese Herausforderung nur im Schulterschluss aller immobilienwirtschaftlicher Akteure gemeistert werden.“

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Marktforschungsinstituts des Immobilienverbandes Deutschland IVD Süd.

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