Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Teerkolonne bietet Arbeiten an: Ermittlungen wegen Betruges

Für hohen Geldbetrag minderwertige Arbeiten

GEMÜNDEN A. MAIN, OT ASCHENROTH, LKR. MAIN-SPESSART. Ein Rentner hat am Donnerstagmittag offenbar die Dienste einer sogenannten „Teerkolonne“ angenommen. Wie sich später herausstellte, hatten die Unbekannten für einen hohen Geldbetrag nur minderwertige Arbeiten durchgeführt. Die Polizeistation Gemünden ermittelt jetzt wegen des Verdachts des Betruges.

Arbeiten für 3.400 Euro

Gegen 11.00 Uhr kamen die Männer ungefragt zum Anwesen des Rentners im Gemündener Ortsteil Aschenroth. Die Unbekannten boten dem Grundstücksbesitzer an, für 3.400 Euro einen privaten Weg zu asphaltieren. Dankend nahm der Senior das Angebot an und es kam zur Geldübergabe bei der Hausbank des Geschädigten in Hammelburg. Nachdem die Arbeiter verschwunden waren, stellte sich heraus, dass offenbar Betrüger am Werk waren.

Der Besitzer des Grundstücks fand auf dem Weg anstatt einer Asphaltierung lediglich eine Schotterschicht vor. Der Preis für die offenbar nicht abgeschlossenen Arbeiten war somit völlig überteuert.

Im Zuge der bisherigen Ermittlungen wurde bekannt, dass möglicherweise dieselben Täter auch in anderen Ortschaften in den Landkreisen Main-Spessart und Würzburg ihr Glück versucht hatten. Die betroffenen Anwohner ließen die Männer jedoch abblitzen und es kam zu keinen Geldübergaben.

Gelber Kleinbus mit britische Kennzeichen

Laut Zeugenangaben waren die Arbeiter zwischen 18 und 55 Jahre alt. Alle trugen orangefarbene Arbeitskleidung und waren mit einem gelben Klein-Lkw mit britischen Kennzeichen unterwegs. Wer im Zusammenhang mit der „Teerkolonne“ sachdienliche Hinweise geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizeistation Gemünden unter Tel. 09351/9741-0 zu melden.

Es ist nicht auszuschließen, dass die Unbekannten auch weiterhin in der Region ihr Glück versuchen werden. Daher rät das Polizeipräsidium Unterfranken zu Vorsicht und bittet bei verdächtigen Wahrnehmungen unverzüglich die Polizei zu verständigen.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT