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Symbolbild Würzburg

Reisebericht aus Toruń in Polen

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Toruń (deutsch Thorn) ist – neben Bydgoszcz (deutsch Bromberg) – eine der beiden Hauptstädte der polnischen Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Die kreisfreie Stadt mit vielen Gebäuden der norddeutschen Backsteingotik ist Sitz des Woiwodschaftsparlaments (Sejmik), des Woiwodschaftsmarschalls mit seiner Regierung, einer Universität die auch mit Würzburg Kontakt hat, sowie des Bistums Thorn der polnischen römisch-katholischen Kirche. Die Stadt liegt in der historischen Landschaft Westpreußen, an der Weichsel, etwa 40 Kilometer südöstlich der Stadt Bromberg (Bydgoszcz), 150 Kilometer nordöstlich von Posen und 35 Kilometer südlich der Stadt Culm (Chełmno).

Erste Siedlung im Kulmerland

Thorn entstand 1231 als erste Siedlung im Kulmerland unter Verwaltung des Deutschen Ritterordens. Ursprünglich lag diese im Bereich des späteren Dorfes Alt-Thorn (poln. Stary Toruń, seit dem Ende des 20. Jahrhunderts Stadtteil Starotoruńskie Przedmieście), rund 7,5 km westlich der heutigen Stadt, wurde jedoch aufgrund der permanenten Überschwemmungsgefahr 1236 an den heutigen Standort verlegt. Im 14. Jahrhundert trat Thorn dem Hansebund bei und gehörte somit wie Elbing, Danzig, Königsberg und Kulm zu den Hansestädten.

UNESCO Weltkulturerbe

1997 wurde die mittelalterliche Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Bis auf einen Straßenzug aus dem späten 19. Jahrhundert ist fast die gesamte Bebauung mittelalterlich. Der historische Bereich besteht aus der Altstadt und der als eine Handwerkersiedlung entstandenen Neustadt. Später wurde sie in die Altstadt eingemeindet.

Artikel beruht auf einem Bericht von Willi Dürrnagel.

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