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Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Würzburger Unternehmen kassiert Rüge für sexistische Werbung

Sechs Beanstandungen

Der Deutsche Werberat hat zwei deutsche Unternehmen wegen Gewaltverherrlichung sowie diskriminierender und angsterregender Werbung in Zusammenhang mit Flüchtlingen gerügt. Drei weitere Motive wurden als frauenerniedrigend, darunter ein Würzburger Elektronik-Anbieter, sowie eines als männerherabwürdigend beanstandet und öffentlich missbilligt.

Auf Sexualität reduziert

Beanstandet wurde eine Werbung, die der Elektronik-Anbieter TECHNIKdirekt aus Würzburg per Newsletter versandte. Beworben wurden runde Lautsprecher mit der Abbildung einer in knapper und aufreizender Unterwäsche auf einem Sofa liegenden Frau. Ein Verstoß gegen Ziffer 5 der Verhaltensregeln gegen Herabwürdigung und Diskriminierung, so urteilte der Deutsche Werberat, denn auch hier würden Frauen auf ihre Sexualität reduziert. Der dazu verwendete Slogan „mehr als nur scharfe Kurven“ verstärke diesen Eindruck zusätzlich. Schon bei der Eröffnung des Hunkemöller Stores in Würzburg gab es viel Kritik in Bezug auf sexistische Werbung.

Aktuelle Themen

„Den Werberat beschäftigen aktuelle gesellschaftliche Themen, die in der Werbung aufgegriffen werden wie beispielsweise die Flüchtlingsdebatte aber auch Erotik und Sexualität“, stellt Julia Busse, Geschäftsführerin des Deutschen Werberats, fest. Grundsätzlich gelte es aber zu berücksichtigen, dass Grenzüberschreitungen dieser Art nicht die Regel, sondern die extreme Ausnahme sind. „Dies kann jeder bestätigen, der mit offenen Augen die täglich in Deutschland gezeigte Werbung beobachtet.“

Selten öffentliche Rügen

Öffentliche Rügen muss der Werberat selten aussprechen, weil die Unternehmen fast immer bei Beanstandung ihrer Werbung durch das Gremium die beanstandete Werbung freiwillig zurückziehen.
Die Angaben hinsichtlich der Gestaltung der jeweiligen Werbemaßnahme sowie des verantwortlichen Unternehmens beziehen sich auf den für das Beschwerdeverfahren maßgeblichen Zeitpunkt. Die aktuelle Gestaltung der Werbemaßnahme und das heute hierfür verantwortlich zeichnende Unternehmen können daher von den damaligen Gegebenheiten abweichen. Der Deutsche Werberat arbeitet als Konfliktregler zwischen Beschwerdeführern aus der Bevölkerung und den werbenden Unternehmen.

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Artikel beruht teilweise auf einer Pressemitteilung des Deutschen Werberats.

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