Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Ärger vermeiden beim Grillen auf Balkonien

Nicht immer gern gesehen

Bei sommerlichen Temperaturen freuen sich viele, ihren Balkon ausgiebig nutzen zu können – wenn kein Garten zur Verfügung steht, auch zum Grillen. Allerdings ist das nicht immer so einfach, wenn ihr zur Miete wohnt, denn nicht immer ist der Vermieter mit einer Grillparty einverstanden. Und oft wollen auch Nachbarn noch ein Wörtchen mitreden, wenn Rauch, Qualm und Grillgeruch in ihre Wohnung zieht. Was in der Mietwohnung erlaubt ist und worauf ihr beim Grillen auf Balkon und Terrasse achten solltet, hat das Online-Portal Immowelt zusammengefasst.

Kündigung möglich

Laut Immowelt gibt es zwar kein Gesetz, dass Mietern das Grillen auf dem Balkon grundsätzlich verbietet – aber auch kein festgeschriebenes Recht darauf. Es kann also sein, dass Vermieter das Grillen auf dem Balkon im Mietvertrag verbieten oder einschränken können – beispielsweise indem sie festlegen, dass kein Holzkohlegrill verwendet werden darf. Wenn man sich an diese Vorgaben als Mieter nicht hält, riskiert man eine Abmahnung und im schlimmsten Fall, wenn man sich über das Grillverbot weiterhin hinwegsetzt, sogar die Kündigung.

Immowelt rät allen, die ein solches Grillverbot im Mietvertrag stehen haben, sich auch lieber daran zu halten. Für eine angemietete Terrasse oder einen mitgemieteten Garten kann übrigens das Gleiche gelten. Das Landgericht Essen entschied nämlich bereits im Jahr 2002, dass in einem solchen Fall sogar eine fristlose Kündigung gestattet ist, weil der Mieter sich vertragswidrig verhält (Az.: 10 S 438/01).

Wann und wie oft?

Dass es eine feste Regelung gibt, wann und wie oft ihr als Mieter im Jahr grillen dürft, gibt es laut Immowelt nicht. Aussagen darüber sind Einzelfallentscheidungen, die Gerichte getroffen haben – entsprechende Gesetze gibt es nicht. Es lässt sich also nicht allgemeingültig sagen, wie oft und wann ihr auf dem Balkon Eurer Mietwohnung grillen dürft.

Auf Nachbarn Rücksicht nehmen

Natürlich solltet ihr auch neben Regelungen im Mietvertrag auf Eure Nachbarn Rücksicht nehmen. Laut Immowelt müsst ihr, selbst wenn das Grillen auf dem Balkon nicht im Mietvertrag verboten ist, darauf achten, Eure Nachbarn so wenig wie möglich zu stören. Zieht zum Beispiel über ein offenes Fenster starker, dichter Qualm in die Wohnung der Nachbarn, fühlen sich diese zu Recht gestört. Achtung: Wer seine Nachbarn einräuchert, verstößt laut Immowelt unter Umständen sogar gegen das Immissionsschutzgesetz und muss eventuell mit einer Geldbuße rechnen. Aber die Rauchbelästigung müsste dann schon sehr extrem sein.

Andererseits ist natürlich auch der Nachbar in der Pflicht, ab und zu Grillgeruch hinzunehmen, wenn das Grillen auf dem Balkon erlaubt ist. Im Endeffekt gilt: Ob es erlaubt ist, auf dem Balkon zu grillen oder nicht, kommt auf den Einzelfall an. Am Besten ladet ihr Eure Nachbarn einfach zu Eurer Grillparty ein, dann sollte es keine Probleme geben.

Stressfreies Grillen auf dem Balkon

Ein großer Störfaktor beim Grillen auf dem Balkon ist wahrscheinlich der unangenehme Qualm. Immowelt hat ein paar Tipps zusammengestellt, die dabei helfen, keinen stinkenden Rauch entstehen zu lassen und trotzdem leckeres Fleisch und Gemüse frisch vom Rost genießen zu können.

Elektrogrill verwenden
Ein Holzkohlegrill sorgt für eine starke Rauchentwicklung. Holt Euch doch für den Balkon als Alternative einen Gas- oder Elektrogrill.

Nicht ins Fleisch stechen
Wenn ihr doch einen Holzkohlegrill benutzt, solltet ihr auf keinen Fall mit einer Gabel in das Fleisch stechen. Sobald Fleischsaft oder Fett in de Glut tropft, qualmt es. Außerdem ist es gesundheitsschädlich, da Benzypren dabei entsteht – eine der Hauptursachen für Magenkrebs. Am Besten immer eine Grillzange verwenden. Am Besten verwendet ihr auf dm Holzkohlegrill Grillschalen aus Alu. Diese verhindern, dass etwas vom Fleisch in die Glut tropft.

Grill ordentlich reinigen
Etwas Schmutz landet bim Grillen aber immer auf dem Rost. Deswegen nach jeder Grillparty den Grill direkt wieder reinigen. Gröberer Schmutz könnt ihr mit einem Stahlschwamm entfernen, feineren mit einem Schwamm und etwas Spülmittel.

Auf gute Luftzufuhr achten
Ihr solltet außerdem darauf achten, dass an den Grill immer genügend Luft kommt, dann qualmt der Grill auch weniger und der vorhandene Rauch kann gleichmäßig nach oben abziehen.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT