Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

FHWS: Zwei Architektur-Studentinnen preisgekrönt 

5. Schlaun-Wettbewerb

Die Sieger des 5. Schlaun-Wettbewerbs in Münster, für den 93 Beiträge eingereicht wurden und die sich mit der Umgestaltung der Hammer Innenstadt beschäftigen, stehen fest – zu ihnen zählen die Architektur-Studentinnen Laura Küllstädt und Antonia Popp von der Hochschule Würzburg-Schweinfurt, die mit einem mit tausend Euro dotierten Anerkennungspreis ausgezeichnet werden. Betreut wurde das Projekt laut Pressemitteilung an der FHWS von Professor Stefan Niese, teilnehmen konnten Studierende ab dem fünften Semester und Berufsanfänger.

Positives Image

Die Herausforderung bestand aus zwei Aufgaben: Zum einen, so die Auftraggeber, falle das Areal der Südstadt in Hamm aufgrund der sozialen Lage mit einem fortgeschrittenen demographischen Wandel und Migration auf, andererseits gäbe es städtebauliche Missstände mit mangelhafter Bausubstanz und einem ungestalteten bzw. in die Jahre gekommenem Zustand des öffentlichen Raums. Durch konkrete Projektbausteine solle das soziale Gefüge gestärkt und die städtebaulichen Defizite behoben werden. Langfristig sei ein positives Image im öffentlichen Bewusstsein des Stadtteils gewünscht.

Identität stärken

„Durch die Belebung des Hochbunkers mit hochwertiger Nutzung und den Abriss der leerstehenden Heilig Geist Kirche“, so heißt es in der Konzepterläuterung, „wird die Grundlage zur Umgestaltung des Quartiers geschaffen. Durch die kulturelle Nutzung des Bunkers und ergänzende Neubauten auf dem Areal der Kirche soll ein attraktiver Wohnstandort für eine Vielzahl von Personen mit unterschiedlichen Wohnansprüchen entstehen. Ziel ist es ebenso, eine zeitgemäße quartiers- und bürgerbezogene Einrichtung zu schaffen, die es den Bewohnern ermöglicht, sich zu treffen, gemeinsam Aktivitäten nachzugehen, zu feiern und über die Generationen, Kulturen, Nationalitäten und Religionen hinweg aktive identitätsstärkende Nachbarschaften aufzubauen. Hierzu entsteht im Norden des ehemaligen Kirchengrundstückes – im Gelenk zum Kunstbunker – ein neues Bürgerhaus für Hamm.“

In der Hammer Südstadt sollen durch Projektbausteine das soziale Gefüge gestärkt und städtebauliche Defizite behoben werden. (Entwürfe FHWS / Antonia Popp und Laura Küllstädt)

Nachwuchsförderung

Ziel des Schlaun-Wettbewerbs ist es, so der Schlaun-Ausschuss, die Baukultur in Nordrhein-Westphalen zu fördern und der Bedrohung einer sich verstärkenden Unwirtlichkeit des Lebensraumes zu begegnen. Gleichzeitig habe sich das Schlaun-Forum die Förderung von Masterstudierenden und jungen Absolventen aus den Fachgebieten Städtebau, Landschaftsplanung, Architektur und Bauingenieurwesen zur Aufgabe gestellt. Für zukunftsorientierte Planungsaufgaben sollten die Teilnehmer einerseits innovative, nachhaltige Lösungen aufzeigen, andererseits mit ihren Lösungen den zu bearbeitenden Stadt- und Landschaftsraum weiter entwickeln und gestalten.

Preisverleihung in Münster

Die Preisübergabe findet im Rahmen des Schlaun-Festes statt: Am Samstag, 4. Juni, wird die Ausstellung eröffnet mit den prämierten Arbeiten (im Gebäude des Landwirtschaftlichen Versicherungsvereins, Kolde-Ring 21, Münster). Die Arbeiten werden in Form einer Video-Präsentation dargestellt, während am Sonntag, 5. Juni, die Preisverleihung in Münster im Erbdrostenhof stattfindet.

Dieser Beitrag beruht auf einer Pressemitteilung der Hochschule Würzburg-Schweinfurt.

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