Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Aggressive Fangruppe aus Halle verursacht Zwischenfall in Würzburg

Bundespolizisten verletzt

WÜRZBURG. Am Samstagabend (30. April) haben Fußballfans aus Halle im Hauptbahnhof Würzburg für Ärger gesorgt und zwei Bundespolizisten leicht verletzt. Die Bundespolizei hat diverse Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Gestern reisten rund 50 Anhänger der Drittligamannschaft Hallescher FC nach dem Spiel in Stuttgart mit der Bahn zurück nach Halle. Dabei hatten die Fans einen etwa halbstündigen Aufenthalt im Hauptbahnhof Würzburg.

Bereits für Sicherheitsstörungen bekannt

Unter den Fans befand sich eine Vielzahl an Personen, die in der Vergangenheit bereits für Sicherheitsstörrungen verantwortlich waren. Aus diesem Grund überwachten Kräfte der Bundespolizei ihren Aufenthalt im Hauptbahnhof Würzburg.

Ladendiebstahl

Während sich die Personengruppe im Bahnhof aufhielt, beobachteten Einsatzkräfte, wie zwei der Fans einen Ladendiebstahl begingen. Bei der anschließenden Personenkontrolle der beiden Diebe gelang es einem der Männer unerkannt zu entkommen. Die zweite Person, ein 23-jähriger Deutscher, wurde zur Feststellung seiner Identität vorübergehend festgenommen.

Als die anderen Fans auf die Situation aufmerksam wurden, solidarisierten sie sich sofort mit dem Festgenommen und bedrängten die Einsatzkräfte massiv. Dabei versuchten zwei unbekannt gebliebene Männer den Festgenommenen zu befreien, was die Bundespolizisten verhindern konnten. Dabei zogen sich zwei Beamte leichte Verletzungen an Hand und Schulter zu.

Einsatzkräfte massiv bedrängt

Erst die Androhung des Einsatzes von Diensthunden und Pfefferspray konnte die aggressive Fangruppe letztlich stoppen. Die Situation beruhigte sich erst, als der festgenommene Dieb – nach Abschluss aller Maßnahmen – wieder auf freien Fuß gesetzt wurde.

Gegen 20:15 Uhr verließen die Fans schließlich den Hauptbahnhof mit einem Zug in Richtung Erfurt. Dabei wurden sie bis Schweinfurt durch die Einsatzkräfte begleitet.

Diverse Ermittlungsverfahren

Die Bundespolizei hat wegen des Vorfalls diverse Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt eingeleitet. Dabei handelt es sich vor allem um Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung und versuchter Gefangenenbefreiung. Hierzu wurden die Daten mehrere Videokameras gesichert. Es ist wahrscheinlich, dass sich die Identität der darauf erkennbaren Tatverdächtigen nachträglich ermitteln lässt.

Den 23-jährigen Langfinger erwartet selbstverständlich eine Strafanzeige wegen Diebstahls.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Würzburg.

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