Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Überhaupt nicht farblos

Ein Gastbeitrag von Davide Torrente.

Über 35 Autoren

Farblos ist alles andere als karg. Vielmehr beteiligen sich an diesem Projekt, das durch die ehemaligen Veranstalter der Würzburger Lesebühne Infinite Monkey getragen wird, über 35 Autoren und versuchen auf poetische Weise Farbe in eine sehr polarisierte Debatte geben.

Printversion geplant

Hierbei geht es weniger um wissenschaftliche und dezidierte Auseinandersetzungen, sondern vielmehr um das, was berührt, was hängen bleibt, was abfärbt an Eindrücken, die Menschen überall auf der Welt sammeln, wenn es um Flucht und Migration geht. Vom Neujahrstag des vergangenen Jahres an, haben sich die Veranstalter deshalb auch weit über die Grenzen der eigenen Lesebühne hinaus bemüht, so viele Autoren wie möglich für das Projekt zu begeistern, sodass binnen einen Jahres eine derart große Menge an Texten zusammengekommen ist, dass in einem letzten Schritt nun die Publikation einer Printversion geplant und koordiniert wird.

Von Lyrik bis Prosa

Die Texte reichen hierbei von Lyrik über Prosa bis hin zu Dramen, sodass eine stattliche und bunte Mischung den verschiedensten Eindrücken der Menschen gerecht zu werden vermag. Beteiligt sind neben einer Vielzahl von jungen Würzburger Autoren aber auch Menschen aus ganz anderen Teilen der Gesellschaft, sodass schließlich auch Menschen zu Wort kommen, die selbst eine Flucht erlebt haben und aus ihrer Sicht darüber berichten können. Bislang wurden die Texte für die Veröffentlichung gesammelt, lektoriert, ausgewählt und schließlich ein Manuskript editiert, das nun an verschiedene Verlagshäuser geschickt werden soll.

Spenden für Flüchtlingshilfe

Das eigentliche Ziel des Projektes, ist es, über das Erheben der Stimmen für die unabdingbare Menschlichkeit hinaus vor allen Dingen, durch den Verkauf der Anthologie Spenden für Einrichtungen der Flüchtlingshilfe zu sammeln, weshalb möglichst viele Menschen auf das Projekt aufmerksam gemacht werden sollen. Hierfür wurde eigens eine Facebookseite erstellt, auf der in regelmäßigen Abständen Neuigkeiten über das Buch, vor allem aber fragmentarische Ausschnitte aus den über 50 Texten vorgestellt werden. Man darf also gespannt die Augen auf die nächsten Monate richten.

Ganz verschiedene Geschichten

In einem weiteren Sinne versteht sich Farblos als ein gemeinsamer Begegnungsraum für Menschen allerlei poetischer und literarischer Couleur, als eine Möglichkeit für oftmals Ungehörte, ihre Stimme auch fernab journalistischer oder wissenschaftlicher Debatten derart zu erheben, dass aus Worten Geschichten gesponnen werden, die berühren und auf eine andere Art und Weise Verständnis zu schaffen vermögen und vielleicht einen direkteren Zugang zum bislang Ungespürten.

In der Hoffnung, dass die Poesie die Menschen dort einander begegnen lässt und zusammenbringt, wo es andere Sprachformen unter Umständen weniger vermögen. Zumindest dieses Ziel scheint gelungen, wenn man auf die Verschiedenheit der Geschichten blickt, in denen sich Menschen einer hoffentlich breiten Leserschaft mitteilen.

Eigene Facebookseite

Wer an dieser Stelle bereits neugierig geworden ist, darf gerne einen Blick auf die Facebookseite werfen und das Projekt auch anderen potentiell Begeisterten vorstellen und mit ihnen teilen, so dass es hoffentlich nicht mehr lange dauert, bis den Autoren gerecht wird und man ihre großartigen Texte als Printausgabe in den Händen halten kann, auf dass die Grenzen zwischen den einzelnen Farbspritzern ein wenig mehr verwischen und mit den Geschichten ein gemeinsames Bild gemalt wird, das noch von weit mehr zeugt, als nur von schwarz und weiß. Für weitere Informationen: Facebook.com/farblospoesie

Anmerkung der Redaktion

Gastbeiträge geben nicht automatisch die Meinung der Redaktion wieder. Sie sollen zur Debatte anregen  – so wie auch jeder gute Kommentar auf Facebook. Wir geben deshalb allen unseren Lesern die Chance, ihre Meinung bei uns zu veröffentlichen und diese diskutieren zu lassen. Wir freuen uns über Gastbeiträge zu allen Themen an: redaktion@wuerzburgerleben.de.

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