Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Mehrere Schwerverletzte bei Massenunfall auf der A70

17 Fahrzeuge beteiligt

HASSFURT, LKR. HASSBERGE. Bei einem Verkehrsunfall auf der A70 mit mehreren Folgeunfällen sind am Sonntagabend etwa zehn Personen verletzt worden, drei davon schwer. Insgesamt 17 Fahrzeuge waren in die Verkehrsunfälle verwickelt. Zur Stunde ist die Autobahn in beide Richtungen gesperrt. Die aufwendigen Bergungsmaßnahmen werden noch einige Zeit in Anspruch nehmen.

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Wegen Graupelschauer Kontrolle verloren

Zu dem ersten Verkehrsunfall war es kurz vor 17.30 Uhr zwischen den Anschlussstellen Haßfurt und Knetzgau in Fahrtrichtung Bamberg gekommen. Offenbar aufgrund eines Graupelschauers verlor ein Seat-Fahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug, kam rechts von der Fahrbahn ab und an einer Böschung zum Stehen. Ein Dacia hielt daraufhin auf dem Seitenstreifen, um den Insassen im Seat zur Hilfe zu eilen.

Ersthelfer und zwei verletzte erfasst

Der Ersthelfer und seine Frau brachten den Seat-Fahrer, dessen Beifahrerin und zwei Kleinkinder aus dem Unfallfahrzeug. Nur einen Augenblick später geriet ein Skoda ebenfalls rechts von der Fahrbahn ab, fuhr dabei die Böschung entlang und erfasste schließlich die Frau des Ersthelfers, den aus dem Seat befreiten Fahrer und dessen Kind.

Drei Folgeunfälle in Stau

Die drei Personen erlitten dabei schwere Verletzungen. Sie wurden mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser geflogen. Nachdem sich hinter der Unfallstelle bereits ein Stau gebildet hatte, kam es noch zu drei weiteren Folgeunfällen, bei denen mindestens 6 weitere Personen Verletzungen davongetragen haben.

Die Verkehrsunfälle werden aktuell von Beamten der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck aufgenommen. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wurden auch zwei Sachverständige eingeschaltet. Außerdem befinden sich ein Großaufgebot des Rettungsdienstes und der örtlichen Feuerwehren im Einsatz. Auch das THW befindet sich vor Ort.

Vollsperrung noch einige Zeit

Zur Versorgung der verletzten Personen wurde auf der Gegenspur in Richtung Würzburg ein Zelt errichtet, in dem Verletzte versorgt und andere Beteiligte betreut werden. Zur Stunde (20.30 Uhr) sind umfangreiche Bergungsmaßnahmen im Gange. Mehr als zehn beteiligte Fahrzeuge müssen abgeschleppt werden. Die Vollsperrung der Autobahn wird voraussichtlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Der Verkehr wird beidseitig abgeleitet.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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