Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Polizei stoppt entlaufenen Jungbullen

Mehrere Schüsse aus Maschinenpistole

ZELLINGEN / KARLSTADT, LKR. MAIN-SPESSART Einen aggressiven Bullen, der einem Schlachter in Zellingen entflohen war, musste die Polizei am Freitagmittag unter Zuhilfenahme der Schusswaffe und eines Dienstfahrzeuges am Ortseingang Karlstadt stoppen. Das Tier hatte zuvor Verkehrsteilnehmer und Personen im Bereich der B27 gefährdet.

[adrotate banner=“103″]

Vor Schlachtung geflohen

Gegen 11.40 Uhr war es dem zur Schlachtung vorgesehenen, 350kg schweren Zebu-Bullen gelungen, von einem Betriebsgelände in Zellingen zu fliehen. Er gelangte westwärts durch das Ortsgebiet auf die B27 und lief an der Bundesstraße entlang in Richtung Karlstadt. Bei einem kurzen Abstecher in die Weinberge auf Höhe Himmelstadt zeigte er sich gegenüber ersten Polizeikräften hoch aggressiv und ging zielgerichtet auf Personen zu, verletzte jedoch niemanden.

Hoch aggressiv

Im weiteren Verlauf kehrte das Tier wieder auf die Bundesstraße zurück, welche zwischenzeitlich von der Polizei zwischen Himmelstadt und Karlstadt gesperrt worden war. Auf dem weiteren Weg Richtung Karlstadt gelang es einem Polizeibeamten ohne Gefährdung von Personen mehrere Schüsse aus der Maschinenpistole auf den Bullen abzugeben. Trotz der daraus resultierenden Verletzungen lief das Tier weiter in Richtung Karlstadt. Beim Vorbeilaufen an wartenden Fahrzeugen beschädigte der Bulle auch einen Pkw.

Von Straße abgedrängt

Um eine Gefährdung für Passanten und Verkehrsteilnehmer auszuschließen, stoppte eine Polizeistreife schließlich die Flucht des Bullen, indem sie ihn kurz vor dem Ortseingang Karlstadt von der Straße abdrängte. Neben der Straße wurde das verletzte Tier schließlich von Polizeibeamten mit Beteiligung eines hinzugezogenen Metzgers getötet.

Der Streifenwagen wurde bei der Abdrängaktion beschädigt, Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Am Einsatz waren Beamte der Polizeiinspektionen Karlstadt und Würzburg-Land sowie der Operativen Ergänzungsdienste Würzburg beteiligt.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT