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Enkeltrick: 14 Anrufe in Unterfranken

Anrufe laufen glücklicherweise ins Leere

UNTERFRANKEN. Im Laufe des Donnerstags waren Enkeltrickbetrüger im gesamten Regierungsbezirk Unterfranken aktiv. In bislang 14 bekannt gewordenen Fällen versuchten die Straftäter telefonisch unter Vorspiegelung von Verwandtschaftsverhältnissen an Bargeld zu kommen. Alle polizeilich registrierten Anrufe liefen ins Leere. Das Polizeipräsidium Unterfranken warnt weiter vor der Masche.

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Bereich Untermain

Begonnen hatten die Anrufe gegen 09:00 Uhr im Aschaffenburger Landkreis. Bei einem Senioren im Mömbriser Ortsteil Dörnsteinbach klingelte das Telefon und ein Mann war am anderen Ende der Leitung. Typischerweise fragte der Betrüger „Ich bin dein Verwandter, kennst du mich nicht?“. Der Geschädigte meinte dann tatsächlich einen Verwandten zu erkennen, was der Unbekannte so bestätigte. Der Täter forderte für den Kauf einer Eigentumswohnung 38.000 Euro. Obwohl dem Betrüger auch Geld in Aussicht gestellt worden war, meldete er sich danach nicht mehr.

Am bayerischen Untermain folgte kurz vor 11:00 Uhr in Goldbach ein weiterer Betrugsversuch am Telefon, der aber ebenfalls ins Leere lief.

Gegen 13:00 Uhr forderte eine weibliche Anruferin von einem Aschaffenburger Senioren ebenfalls Geld für einen Immobilienkauf. Der Geschädigte durschaute die Masche und informierte die Polizei.

Bereich Mainfranken

Gegen 13:40 Uhr verlagerten sich die Betrugsversuche in den Bereich Mainfranken. Das Telefon einer Rentnerin in Würzburger Ortsteil Lengfeld klingelte und ein Anrufer fragte mit den Worten „Mutter, kannst du mir 40.000 Euro leihen, Montag bekommst du sie zurück?“. Nachdem die Angerufene zu verstehen gegeben hatte, dass sie nicht so viel Geld habe, legte der Anrufer auf.

Mit der gleichen Masche riefen die Täter um 14:45 im Würzburger Stadtgebiet bei einer weiteren Seniorin an. Hier blitzten die Unbekannten nach der Vorstellung als Enkel ab, da die Rentnerin tatsächlich gar keine hat.

Bereich Main-Rhön

Bereits um 14:00 Uhr stellte sich ein männlicher Anrufer bei einer Rentnerin aus dem Wernecker Ortsteil Ettleben als Enkel vor. Er würde dringend für einen Hauskauf 20.000 Euro benötigen. Die Angerufene schenkte dem Unbekannten keinen Glauben und legte auf. Danach informierte die Frau die Polizei.

Etwa zeitgleich um 14:00 Uhr erhielt eine Seniorin in Gerolzhofen einen Anruf von einem Mann, der sich ebenfalls als Enkel vorstellte und wegen einer Notlage 7.000 Euro benötigen würde. In diesem Fall legte der Rentner auf, weil sein Hörgerät nicht richtig funktionierte. Zu weiteren Kontakten ist es danach nicht mehr gekommen.

Ähnliche Anrufe folgten später in Arnstein, Schweinfurt, Oerlenbach, Bad Kissingen und Haßfurt. Dabei erfanden die Betrüger Geschichten zum beabsichtigten Wohnungskauf, für welchen sie Geld benötigen würden. Alle Versuche liefen bis zum letzten Anruf gegen 16:30 Uhr ins Leere.

Richtig reagiert

Die immer wieder der Polizei gemeldeten Fälle zeigen, dass die Betrüger weiterhin aktiv sind. Vorliegend ist jedoch festzustellen, dass die Angerufenen und vor allem auch deren Umfeld sensibilisiert waren und richtig reagierten, so dass kein Schaden entstand.

Die Unterfränkische Polizei warnt weiterhin davor, auf Geldforderungen am Telefon einzugehen und bittet Angehörige, im Verwandtenkreis konsequent über diese Masche aufzuklären und zu sensibilisieren. Im Zweifelsfall immer die Polizei verständigen. Übergeben sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an fremde Personen!

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Unterfranken.

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