Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Ausbildungstag der BRK Schnelleinsatzgruppen Karlstadt

Übungsszenario: Hotelbrand

Der BRK Kreisverband Main-Spessart veranstaltete am Wochenende ein Ausbildungstag mit allen BRK Schnelleinsatzgruppen und BRK Fachdiensten im Landkreis Main-Spessart. Als Übungsszenario wurde ein Hotelbrand mit einem Massenanfall von verletzten Personen in Karlstadt angenommen. Vor Ort mussten von der Sanitätseinsatzleitung, welche sich aus einem Leitenden Notarzt und einem Organisatorischen Leiters zusammensetzt, diverse Einsatzabschnitte festgelegt werden.

Mit Ammoniak in Kontakt gekommen

Die Einheiten Behandlung mit Standorten Karlstadt und Marktheidenfeld richteten innerhalb von wenigen Minuten eine Sichtungs- und Behandlungsstelle mit zwei Schnelleinsatzzelten ein. Von dort aus wurden Patienten nach Art und Schwere der Verletzungen in umliegende Kliniken mit Rettungswagen verbracht. Die unverletzten Personen wurden durch die BRK Betreuungsgruppen Arnstein und Gemünden in Empfang genommen und individuell betreut.

Schnelleinsatzgruppe Gefährliche Stoffe und Güter

Da in dem Einsatzszenario angenommen wurde, dass verletzte Personen mit auslaufendem Ammoniak in Kontakt kamen, wurde die BRK Schnelleinsatzgruppe Gefährliche Stoffe und Güter mit Standort Lohr beauftragt, entsprechend kontaminierte Patienten in spezieller Schutzausrüstung zu untersuchen und notfallmedizinisch erst zu versorgen.

Weil sich über einhundert ehrenamtliche BRK Einsatzkräfte bei dem Übungsszenario im Einsatz befanden, wurden alle Einsatzkräfte von der BRK Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung mit Standort Marktheidenfeld und dem BRK Kreisauskunftsbüro / Suchdienst Main-Spessart mit einheitlichen Dokumenten registriert und gezielt aufgelistet.

Die BRK Schnelleinsatzgruppe Technik und Sicherheit mit Standort Lohr stellte über den gesamten Einsatzzeitraum die Strom- und Energieversorgung für die Facheinheiten sicher. Der angenommene Hotelbrand befand sich am Stadtrand von Karlstadt.

Reale Bedingungen

Es irrten mehrere betroffene und verletzte Personen in unübersichtlichem Gelände umher, die nach Ansetzen diverser Rettungshundeteams der BRK Rettungshundestaffel Main-Spessart erfolgreich aufgespürt wurden. Nach schweißtreibender Arbeit verpflegte die BRK Schnelleinsatzgruppe Verpflegung mit Standort Kreuzwertheim alle beteiligten Personen der Einsatzübung mit warmen Speisen und Getränken. Um die Übungseinsätze so realistisch wie möglich darzustellen, wurden Mimen (Verletztendarsteller) durch spezielle Schminktechniken vom Team der BRK Notfalldarstellung vorbereitet.

Gute Zusammenarbeit

Die diesjährigen Mimen wurden durch den ABC – Zug der Feuerwehren im Landkreis Main-Spessart gestellt, dies spiegelt die gute Zusammenarbeit wider. Die über einhundert ehrenamtlichen Einsatzkräfte stammten aus den BRK Bereitschaften Arnstein, Erlenbach, Gemünden, Homburg, Karlstadt, Kreuzwertheim, Lohr, Marktheidenfeld und Zellingen. Auch in Zukunft wird der BRK Kreisverband Main-Spessart spezielle Übungsszenarien durchführen, um bei Großschadenslagen optimal gerüstet zu sein.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des BRK Kreisverband Main-Spessart.

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