Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Arbeitsmarkt bleibt auf Kurs

Beschäftigungsaufbau setzt sich fort

Die positive Entwicklung des regionalen Arbeitsmarktes hat sich auch im März fortgesetzt. Die konjunkturelle Gesamtsituation und die weitere Frühjahrsbelebung haben dazu geführt, dass die Zahl der arbeitslosen Personen im März auf den niedrigsten Stand seit 25 Jahren gesunken ist. Aktuell waren 8.460 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet. Das waren 280 (-3 Prozent) weniger als im Februar und 480 (-5 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote reduzierte sich hierdurch um 0,1 Prozentpunkte auf genau drei Prozent. Im März vergangenen Jahres betrug diese noch 3,2 Prozent.

Günstige Entwicklung

Der Rückgang gegenüber Februar bewegte sich in etwa im Durchschnitt der zurückliegenden fünf Jahre. Berücksichtigt man dabei das niedrigere Niveau an Arbeitslosen gegenüber früheren Jahren und die bereits schon im Februar (leicht) überdurchschnittlich günstige Entwicklung, zeigt sich, dass der regionale Arbeitsmarkt intakt ist. Nicht zuletzt ist dies auch daran abzulesen, dass alle drei Landkreise des Agenturbezirks eine Arbeitslosenquote unter drei Prozent vorweisen.

Zwei Rekorde

Richard Paul, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Würzburg, mit einer Einschätzung der aktuellen Entwicklung: „Der März kann mit 2 tollen Rekorden aufwarten: Höchststand an Beschäftigung und niedrigste Arbeitslosigkeit seit 25 Jahren! Erstmals waren mehr als 200.000 Arbeitnehmer im Agenturbezirk Würzburg sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Der gute Branchenmix, die stabile Konjunktur und der milde Winter haben wesentlich dazu beigetragen.

Aktuell sind weniger als 8.500 Menschen in der Region arbeitslos. Der Markt für Beschäftigung ist aber sehr stark in Bewegung. Dass Arbeitslosigkeit keine starre Bestandsgröße ist, zeigen die rund 3.000 Zu- und Abgänge in nur einem Monat. Die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Fluchthintergrund nimmt zwar stetig zu, schlägt aber noch nicht relevant durch.“

Hohe Dynamik

Mit 2.940 haben sich im aktuellen Berichtsmonat 70 Frauen und Männer mehr als im Februar und 170 mehr als vor einem Jahr arbeitslos gemeldet. Rund 990 übten davon im Vorfeld eine Erwerbstätigkeit aus. Das waren 150 weniger als im Februar und 120 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosigkeit beendeten 3.210 Personen – ein Anstieg um 90 gegenüber dem Vormonat und ein Rückgang um 40 gegenüber dem Vorjahr. Eine Erwerbstätigkeit haben hiervon 1.220 aufgenommen. Im Vergleich zu Februar war das ein Plus von 30 und im Vergleich zum März vergangenen Jahres ein Minus von 80.

Mehr ausländische und jugendliche Arbeitslose

Von den 8.460 Arbeitslosen hatte jeder Fünfte (1.730) nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Gegenüber 2015 ist das ein Anstieg von über 14 Prozent und darin begründet, dass sich in den zurückliegenden Wochen und Monaten vermehrt Personen mit Fluchthintergrund arbeitslos gemeldet haben. Da Jugendliche unter diesem Personenkreis überproportional vertreten sind, ist auch der Arbeitslosenbestand der unter 25-Jährigen binnen Jahresfrist um knapp fünf Prozent auf 930 angestiegen.

Die Arbeitslosenbestände der anderen betrachteten Personengruppen entwickelten sich dagegen rückläufig. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen reduzierte sich in den zurückliegenden zwölf Monaten um mehr als 14 Prozent auf 1.940, die der Schwerbehinderten um sieben Prozent auf 760 und die der über 55-Jährigen um etwa sechs Prozent auf 1.870. Rund jeder Zehnte Arbeitslose war jünger als 25 Jahre oder schwerbehindert, etwa jeder Vierte 55 Jahre und älter oder langzeitarbeitslos.

Arbeitskräftenachfrage unverändert

Die regionalen Betriebe verzeichneten weiterhin eine zufriedenstellende Auftragslage und in der Folge blieb die Nachfrage nach neuen Arbeitskräften stabil. Konjunkturelle Impulse und die allgemein einsetzende Frühjahrsbelebung führten dazu, dass im aktuellen Berichtsmonat rund 1.280 freie sozialversicherungspflichtige Stellen zugegangen sind. Im Vorjahresvergleich war das ein leichtes Plus von drei Prozent. Der Stellenbestand erhöhte sich um nahezu 14 Prozent auf 3.590 gegenüber 2015.

Wie schon in den zurückliegenden Monaten wurden vermehrt Fachkräfte in folgenden Berufsfeldern gesucht: Verkauf, Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik, Metall-, Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Verkehr und Logistik, Führer von Fahrzeug- und Transportgeräten, Medizinische Gesundheitsberufe sowie Lebensmittelherstellung und -verarbeitung.

Halbzeitbilanz Ausbildungsmarkt

Die Zahl der Bewerber, die für den Herbst 2016 eine duale Ausbildung anstreben und sich von Oktober 2015 bis März 2016 bei der Ausbildungsvermittlung gemeldet haben, fällt mit 3.140 Bewerbern um 130 höher aus als im Vorjahreszeitraum. Die Zahl der gemeldeten Berufsausbildungsstellen verharrte dagegen bei 3.410. Der Ausbildungsmarkt ist derzeit noch stark in Bewegung. Für eine sichere Einschätzung der Ausbildungssituation ist es daher derzeit noch verfrüht. Hier gilt es, die Entwicklungen in den kommenden Monaten abzuwarten.

Beschäftigungsaufbau setzt sich fort

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung im Agenturbezirk ist weiter gewachsen. Nach den aktuell vorliegenden Beschäftigtenzahlen waren im September 2015 200.620 Frauen und Männer beschäftigt. Das waren 3.680 mehr als im September des Vorjahres und bedeutet einen Anstieg um fast zwei Prozent. Fast jeder Dritte übte eine Teilzeitbeschäftigung aus.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Agentur für Arbeit Würzburg.

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