Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Grafeneckart: Stadt vermarktet Plakatfläche

Werbefläche sechsstellig vermietet

Es hat ein bißchen gedauert, bis die Stadt Würzburg den seit kurzen eingerüsteten Grafeneckart als mögliche Werbefläche erkannt hat. Wie in München, Venedig oder Barcelona wird künftig die mit einer Plane eingerüstete Fläche an einen Werbekunden vergeben, der damit die Sanierung des 700 Jahre alten Gebäudes mitfinanziert. Im Gespräch ist eine niedrige sechsstellige Summe.

Model statt Tilman Riemenschneider 

Bislang müssen die Würzburger und Touristen mühsam versuchen, einen grob gepixelten Tilman Riemenschneider auf der Plane zu erkennen. Wenig sexy. Das scheint auch Oberbürgermeister Christian Schuchardt gestört zu haben: „Würzburg hat vielmehr zu bieten als alte Holzköpfe. Die Stadt ist jung, vital und bunt. Er, Sie, Es. Alle gehören dazu.“

weiblich, jung und sexy 

Bunt soll deshalb auch ein Teil der knapp 1.300 qm großen Gerüstplane werden, mit dem der Grafeneckart jetzt neu eingerüstet werden soll. Nach Geschmack der überwiegend männlichen Stadträte soll das Motiv deshalb weiblich, jung und sexy sein. Im fraktionsübergreifenden Ältestenrat soll der Beschluss einstimmig gefallen sein. Orientieren wolle man sich an der derzeit eingerüsteten Rialto-Brücke in Venedig: dort blicken Lavazea Models verführerisch herab.

s.Oliver und Flyeralarm im Gespräch 

Neben s.Oliver habe sich nach Aussage von Stadtsprecher Christian Weiß aber bislang nur noch Flyeralarm beworben. Aber auch wenn die Italiener mit Espressomodels noch mehr dolce Vita versprühen könnten, seien die „local players“ nicht weniger attraktiv. Derzeit sichtet die Stadtbildkommission die zwei Entwürfe, damit spätestens zur Hochsaison der Flußkreuzfahrtschiffe Ende April die neue Plakatplane angebracht werden kann.

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