Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Rettungsdienst mit neuen Einsatzleitern

Rund um die Uhr im Dienst

WÜRZBURG. Sieben Rettungsassistenten des BRK und der Johanniter haben die Ausbildung zum Einsatzleiter Rettungsdienst (ELRD) erfolgreich abgeschlossen.

Zusammen mit den Maltesern verfügen die beiden Rettungsdienste über 14 Einsatzleiter Rettungsdienst, die rund um die Uhr jeweils einen Alarmdienst für Stadt und Landkreis Würzburg sicherstellen.

Die viertägige Ausbildung zum ELRD endete mit theoretischen und praktischen Prüfungen. Auf Magnettafeln wurden Einsätze simuliert, die Versorgung und der Abtransport von bis zu zehn Patienten im Zusammenspiel mit Rettungsassistenten, Notärzten, Feuerwehr und Polizei organisiert.

Theoretische und praktische Prüfungen

„Der im Lehrsaal erzeugte Stress hat uns auch ohne Mimen und Kunstblut den Schweiß ganz schön auf die Stirn getrieben“, erinnert sich Lukas Demling vom BRK. Bei seinem Prüfungsszenario war ein Fahrzeug in eine Gruppe Motorradfahrer gerast. Andere Prüflinge hatten die Verletztenversorgung bei einem Brand auf einem Bauernhof zu koordinieren.

Organisationsübergreifender Ausbilder Paul Justice freut sich, dass bei einer Durchfallquote von 10% bei den beiden von ihm als Trainer betreuten Lehrgängen alle Würzburger Teilnehmer bestanden haben. „Die Einsatzerfahrung der Rettungsassistenten in der Großstadt, auf die wir natürlich lieber verzichten würden, zahlt sich hier wiederum aus“.

Für Lukas Demling und seine Kollegen folgt auf die bestandene Prüfung nun die Einarbeitung bei Echteinsätzen in Stadt und Landkreis Würzburg. „Den Sprung ins kalte Wasser macht bei uns niemand, die erste Zeit werden unsere neuen Kollegen durch erfahrene Einsatzleiter begleitet“, erläutert Uwe Kinstle, Regionalvorstand der Johanniter und Organisatorischer Leiter Rettungsdienst. Beim Roten Kreuz koordiniert Organisatorischer Leiter Stefan Dietz aktuell das Trainerteam.

Leiten – Koordinieren – Überwachen

Der Einsatzleiter Rettungsdienst hat die Aufgabe, alle organisatorischen und logistischen Maßnahmen, die zur Bewältigung des Schadensereignisses an der Einsatzstelle erforderlich sind, zu leiten, zu koordinieren und zu überwachen.

Übersteigt der Koordinierungsbedarf die für den Einsatzleiter Rettungsdienst gesetzlich festgelegten Aufgaben und Kompetenzen, wird die aus Leitendem Notarzt (LNA) und Organisatorischem Leiter Rettungsdienst (OrgL) bestehende Sanitätseinsatzleitung durch die Integrierte Leitstelle alarmiert. Zur Kennzeichnung trägt der Einsatzleiter eine gelbe Einsatzjacke sowie einen Helm mit blauem Band.

In Stadt und Landkreis Würzburg werden die Einsatzleiter Rettungsdienst etwa zu zehn Einsätzen pro Woche alarmiert. „Viele Alarmierungen stellen sich als Fehlalarme heraus, bei denen nach vorliegenden Informationen und Alarmplan mehrere Fahrzeuge des Rettungsdienstes in Marsch gesetzt werden“, berichtet Uwe Kinstle. „So etwa bei automatischen Brandmeldealarmen aus Altenheimen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen“.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Rettungsdienst Würzburg.

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