Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Erneut Bahnunfall wegen Hindernis im Bahngleis

Bahnunfall in Erlenbach am Main

WÜRZBURG / ERLENBACH. In Erlenbach am Main haben Unbekannte in der vergangenen Nacht einen großen Abfallbehälter in das Gleis der Bahnstrecke Aschaffenburg – Miltenberg gelegt. Eine Regionalbahn überfuhr daraufhin, trotz eingeleiteter Schnellbremsung, das Hindernis. Erst am 5. März waren an annähernd gleicher Stelle Gegenstände durch Unbekannte in das Bahngleis gelegt worden.

Mit Gegenstand kollidiert

Kurz vor Mitternacht entdeckte der Triebfahrzeugführer einer aus Aschaffenburg kommenden Regionalbahn in Erlenbach am Main, auf Höhe des Hermann-Staudinger-Gymnasiums, ein Hindernis vor sich in den Gleisen liegen. Trotz eingeleiteter Schnellbremsung kollidierte der Zug mit dem Gegenstand, wobei lediglich ein geringer Sachschaden am Zug entstand. Bahnreisende wurden nicht verletzt.

Abfallbehälter auf Gleis

Wie sich herausstellte, handelte es sich bei dem Hindernis um einen rund einen Meter breiten und etwa 130 Zentimetern hohen leeren Abfallbehälter, der bei dem Aufprall völlig zerstört wurde. Unbekannte hatten ihn zuvor vom Gelände des Hermann-Staudinger-Gymnasiums entwendet und in das Bahngleis gelegt, um den Unfall offenbar absichtlich herbeizuführen.

Alarmierte Bundespolizisten suchten deshalb den Bereich um die Unfallstelle umgehend ab, konnte jedoch keine verdächtige Person mehr antreffen.

Mehrere Hindernisse im Vorfeld

Am Abend des 5. März hatten, nur wenige Meter von der jetzigen Stelle, Unbekannte mehrere Hindernisse – darunter ein Fahrrad – in das Bahngleis gelegt, was damals ebenfalls zu einem Bahnunfall führte. In dem diesbezüglichen Ermittlungsverfahren wegen des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr konnten bis dato keine Tatverdächtigen ermittelt werden. Dass hier der oder die gleichen Täter erneut ihr Unwesen trieben, ist naheliegend, jedoch bislang ungewiss.

Die Bundespolizeiinspektion Würzburg bittet nun dringend um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer verdächtige Personen vergangene Nacht am Tatort oder in dessen Nähe gesehen hat, meldet sich bitte unter 0931 / 322 590.

Zusatzinformation:

Wegen der besonders hohen Gefahr für Leib und Leben, die ein derartiges Handeln hervorruft, sieht der Gesetzgeber für gefährliche Eingriffe in den Bahnverkehr eine hohe Strafe (Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren) vor. Dem oder den Tätern sollten die strafrechtlichen Konsequenzen dingend zu denken geben.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Würzburg.

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