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Work-Life-Blending: 5 Tipps gegen den Stress

Verschmelzung von Beruf und Privatleben

Die Diskussion um die richtige „Work-Life-Balance“ wird gerade vom Trend „Work-Life-Blending“ abgelöst: Statt ein ausgewogenes Verhältnis von Beruf und Privatleben anzustreben, ist der neuste Schrei nun die Verschmelzung von beidem. Die einen feiern das als willkommenes Update der Arbeitswelt, das mehr Freiheit und Flexibilität bringt. Die anderen sehen darin einen Angriff auf ihre wohlverdiente Freizeit – denn wo Arbeit und Freizeit verschmelzen, gibt es keinen echten Feierabend mehr. Permanente Erreichbarkeit, ständig verpflichtende Freizeitaktivitäten mit den Kollegen, nächtliche Überstunden im Home-Office kurz vor der Deadline … wenn die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen, kann es leicht passieren, dass einem der Stress über den Kopf wächst.

Spätestens dann wird es höchste Zeit, gegen den Strom zu schwimmen und sich den Feierabend zurückzuerobern. Diese Tipps helfen dir, vom Work-Life-Blending zu einer guten alten Work-Life-Balance zurückzufinden.

Einfach mal abschalten

E-Mails von unterwegs schnell mit dem Handy zu beantworten ist praktisch – kann aber auch dazu führen, dass eine unverzügliche Antwort dauerhaft erwartet wird. Schaukelt sich so eine Dynamik hoch, wird der Takt der Kommunikation immer schneller und Stress stellt sich ein. Um aus dieser Stress-Spirale auszubrechen, hilft nur ein klarer Schnitt: Vereinbare Zeiten mit dir selbst, zu denen du das Handy einfach ausstellst und keine Mails checkst.

Mehr Pausen, mehr Leistung

Egal, ob bei körperlicher oder geistiger Arbeit: Nach ca. 1,5 Stunden konzentrierter Arbeit lässt die Leistung nach. Mehr zu arbeiten, bedeutet also mitnichten mehr Effizienz. Stattdessen ist es ein häufiger Grund für Stress, wenn man über seinen Leistungspunkt hinaus – und dadurch unkonzentriert und fehleranfällig – arbeitet. Gönn dir lieber mehr Pausen im Job, um neue Kraft zu tanken. Ein kleiner Spaziergang nach dem Mittagessen, ein bisschen frische Luft oder eine Partie Tischkicker können Wunder wirken.

Auch mal nein sagen

Stress kann ein Warnsignal sein, dass du deine Belastungsgrenze überschreitest. Jeder hat seine Grenzen – dauerhaft über seinen Kapazitäten zu arbeiten, ist dabei keine Frage des guten Willens, sondern kontraproduktiv. Auch mal nein zu sagen und Aufgaben abzugeben ist kein Zeichen von Schwäche. Ganz im Gegenteil: Es beweist die Stärke, dich und deine Ressourcen richtig einzuschätzen und produktiv einzusetzen.

Entspannung auf Termin

Wenn du das Gefühl hast, dass vor lauter Arbeit deine Hobbys und Freizeitaktivitäten zu kurz kommen, versuche es mit folgendem Trick: Mache feste Termine mit Bekannten oder mit dir selbst, um dich mit deiner Freizeit zu verabreden. Bei losen Verabredungen oder bloßen Vorsätzen besteht immer die Gefahr, sie im Stress endlos zu verschieben, dabei würde gerade eine erfüllte Freizeit viel dazu beitragen, den beruflichen Stress abzubauen – ein Teufelskreis. Feste Termine können dir helfen, dich selbst zu seinem Glück zu zwingen.

Die Notbremse ist keine Lösung

Stress ist kein notwendiges Übel, das zum Arbeitsleben „irgendwie dazugehört“. Dauernder Stress kann zu schwerwiegenden psychischen und physischen Schäden führen. Überlastungssignale wie Schlafstörungen, Konzentrationsschwierigkeiten und chronische Schmerzen solltest du also unbedingt ernst nehmen. Sich frühzeitig um Entlastung zu bemühen, ist besser, als irgendwann eine unfreiwillige Notbremsung hinzulegen, die im schlimmsten Fall Burn-out heißt.

Oft lassen sich verblüffend einfache Lösungen finden, wenn das Problem offen mit Kollegen oder dem Vorgesetzten thematisiert wird. Ist eine interne Lösung auch nach wiederholter Ansprache nicht möglich, kann man sich immer noch nach einem anderen Job umsehen, der eine bessere Work-Life-Balance verspricht. Denn was bringt die ganze Arbeit, wenn man am Ende die wohlverdiente Freizeit nicht mehr genießen kann? Chronischer Stress stellt ein Gesundheitsrisiko dar, dem man sich nicht dauerhaft aussetzen sollte.

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