Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Großaufgebot der Bundespolizei wegen Fußballfans

Rivalisierende Fangruppen

WÜRZBURG / ASCHAFFENBURG. Wegen bahnreisenden Fußballfans hat die Bundespolizeiinspektion Würzburg gestern (12. März) einen größeren Einsatz durchgeführt.

Dank des starken Aufgebots an Polizeikräften konnten zwei rivalisierende Fangruppen in den Hauptbahnhöfen Würzburg und Aschaffenburg sowie in einem Regionalexpress konsequent getrennt und damit gewalttätige Zusammenstöße verhindert werden.

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Der Bundespolizei war Mitte der Woche bekannt geworden, dass Anhänger der beiden Fußballmannschaften TSV 1860 München und FC Augsburg mit der Bahn zu den Auswärtsspielen ihrer Mannschaften reisen würden.

Unter den Anhängern sollte sich auch eine größere Anzahl polizeibekannter Problemfans befinden, die in der Vergangenheit schon für Sicherheitsstörungen verantwortlich waren.

Mit Gewalttätigkeiten gerechnet

Beide Fangruppen würden demnach während ihrer Reisen zeitgleich im Hauptbahnhof Würzburg aufeinandertreffen, um von dort sogar mit dem gleichen Zug nach Aschaffenburg zu fahren. Da die Fangruppen als verfeindet gelten, musste bei einem unkontrollierten Aufeinandertreffen mit gegenseitigen Gewalttätigkeiten gerechnet werden.

Festnahmehundertschaft der Bundesbereitschaftspolizei

Wegen dieser Konstellation setzte die Bundespolizei bei Ankunft der beiden Fangruppen gegen 10:45 Uhr im Hauptbahnhof Würzburg eine Vielzahl an Einsatzkräften ein, worunter sich auch eine Beweissicherungs- und Festnahmehundertschaft der Bundesbereitschaftspolizei aus Bayreuth befand.

Die Problemfans beider Vereine versuchten anfangs die jeweils andere Gruppe am Bahnsteig zu provozieren und vermummten sich dazu auch teilweise. Schnell erkannten die Gruppen dann jedoch, dass das starke Polizeiaufgebot ihnen keine Gelegenheit für Konfrontationen bieten würde.

Keine Gelegenheit für Konfrontationen

Die Bundespolizisten trennten die beiden Fangruppen durchgehend konsequent, sodass auch die gemeinsame Zugfahrt nach Aschaffenburg ohne Zwischenfälle ablief.

Deutlich wurde dabei jedoch, dass ohne entsprechendes Polizeiaufgebot Problemfans beider Fangruppen die Konfrontation gesucht hätten und es zu Gewaltstraftaten gekommen wäre.

In Aschaffenburg angekommen überwachte die Bundespolizei den Umstieg der rund 150 Augsburger Anhänger in einen Zug nach Darmstadt. Erst danach durften die etwa 120 Fans des TSV 1860 München den Bahnsteig des Aschaffenburger Hauptbahnhofes betreten.

Die Einsatzkräfte begleiteten die Fans anschließend aus dem Bahnhof, wo sie durch Beamte der Bayerischen Polizei in Empfang genommen wurden.

Drei Notbremsen im Stand betätigt

Zuvor hatten unbekannte Anhänger des TSV 1860 München im stehenden Regionalexpress drei Notbremsen betätigt, weswegen der Zug seinen Weg nach Frankfurt erst mit Verspätung fortsetzen konnte. Die Bundespolizei hat diesbezüglich ein Ermittlungsverfahren wegen Missbrauch von Nothilfeeinrichtungen eingeleitet.

Rückreise ohne große Zwischenfälle

Während im Aschaffenburger Stadion die Viertligapartie bereits lief, touchierte am Busbahnhof neben dem Hauptbahnhof Aschaffenburg ein Linienbus ein geparktes Einsatzfahrzeug der Bundespolizei. Dabei entstand am Dienstfahrzeug ein Sachschaden in Höhe von mehreren tausend Euro. Personen kamen nicht zu Schaden. Die Unfallaufnahme wurde durch die Polizeiinspektion Aschaffenburg durchgeführt.

Die Rückreise der beiden Fangruppen durch Unterfranken verlief am heutigen Abend ohne Zwischenfälle. Grund dafür dürfte auch gewesen sein, dass es zu keinen Reisewegsüberschneidungen mit anderen Fußballfans mehr kam.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Würzburg.

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