Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Westend 2.0: das war die Party im Bürgerbräu

DJs sorgen für Partystimmung

Am Samstag stieg die zweite Runde der neuen Partyreihe Westend in Würzburgs neuem Hot Spot  – das Bürgerbräugelände. Gegen 22 Uhr startete der Abend mit DJ Diskovenue, der einen frischen Mix aus Upfront Deep House & UK Bass Music auflegte, wie er ihn sonst immer im Studio oder im Chase zum Besten gibt. Gegen Mitternacht füllte sich die Location ehe THE KUT mit einem illustreren Mix aus neuem und klassischen Hip-Hop die Feier zum Höhepunkt peitschte. (Gäste wissen jetzt auch, dass er Fan der Titelmusik von Prince von Bel Air ist). RON DMC schloss den Abend mit House-Klassikern und schickte damit die Gäste in die Morgenstunden, so dass eigentlich für jeden Musikgeschmack etwas dabei war.

Großstadt-Flair in der Zellerau

Augenscheinlich und jedem Gast in positiver Erinnerung dürfte zudem die Location der Westend-Party bleiben. Das renovierte Maschinenhaus des Bürgerbräus schafft ausreichend Platz für eine ausgelassene aber dennoch entspannte Atmosphäre. Über der Halle thront eine Terrasse mit Lounges, die einem schönen Überblick über das Geschehen verschafft.

Die Räumlichkeiten erinnern ja doch irgendwie an eine Großstadt – Industrial Style, wie man ihn vielleicht nur in Berlin, Frankfurt oder München erwarten würde – nein, Würzbug wird dadurch immer noch keine Großstadt und will sich dadurch auch nicht mit Clubszenen anderer Städte vergleichen, aber für Studentenstadt ist die Location ein echter Gewinn, für die Zellerau allemal.

Viele neue Gesichter

Wenn man in Würzburg unterwegs ist, wird man oft den Eindruck nicht los, ständig „dieselben Gesichter“ zu sehen. Was einerseits für die Kleinstadt nett ist, nämlich auch ohne Verabredung Bekannte zu treffen, macht den Umstand umso erfrischender, dass man bei der Party am Wochenende auch einmal „neue Gesichter“ sehen durfte. Das Event schien auch mal jene anzulocken, die sich im Würzburger Nachtleben rar gemacht hatten.

Dadurch war es eben keine Studentenfete, sondern eine Party von Leuten jeglichen Alters und jeglichen Typs. Diese Mischung trug wohl auch dazu bei, dass Westend 2.0 ungewöhnlich friedlich zuging. Hätte es nicht das Garderoben-Chaos dank eines Volltrunkenen gegeben, wäre es wohl eine durchweg großartige Party geworden.

Verbesserungsvorschläge umsetzen

Was wäre eine Party ohne Vorkommnisse? Eine perfekte – und die gab’s noch nie. Das war bereits bei der ersten Westend-Party Ende letzten Jahres so. Die damaligen Schwierigkeiten beim Einlass wurden dieses Mal ausgeräumt, daher ist auch davon auszugehen, dass die von Gästen angebrachte Kritik bei der nächsten Party ebenfalls verbessert wird.

Beispielsweise schreibt Facebook-Nutzerin Resi, dass es zu wenig Abstellmöglichkeiten für leere Getränke gegeben habe, so dass „die Tanzfläche bzw. der komplette Boden ein reines Scherbenmeer war“.  Eine weitere Nutzerin Isabel kritisiert: „Die Toiletten (die der Damen, Anm. d. Red.) sahen unmöglich aus und niemand hat sich für neues Toilettenpapier zuständig gefühlt.“ So gesehen Kritiken, die man nach jeder Party anbringen könnte, aber trotzdem Anlass genug sind,  „die konstruktive Kritik konsequent zur Verbesserung zukünftiger Partys zu nutzen“, so die Veranstalter des Abends.

Resi bezeichnete die Party übrigens auch stilecht als „nice“. Andere Besucher empfanden die Party als „übelst gut“. So darf man hoffen, dass die Maschinenhalle weiterhin als Location für groß- und andersartige Partys dienen wird und dass man weiterhin Veranstalter findet, trotz Unwegbarkeiten die Partyvielfalt in Würzburg zu bereichern.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT