Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Kontrolle des Schwerverkehrs auf A3 erfolgreich

Autobahnpolizei zieht verkehrsunsichere Lkw aus dem Verkehr

KLEINLEINHEIM, LKR. KITZINGEN. Am Donnerstag haben Beamte der Technischen Kontrollgruppe und des Gefahrguttrupps der Verkehrspolizeiinspektionen Schweinfurt-Werneck und Würzburg-Biebelried bei einer mehrstündigen Kontrolle in der Rastanlage Haidt-Süd etliche Laster aus dem Verkehr gezogen.

Neben drei Geschwindigkeitsverstößen, zwei Verstößen gegen Ladungssicherungsvorschriften sowie zwei Zuwiderhandlungen gegen Sozialvorschriften, ahndeten die Spezialisten auch ein nicht mehr verkehrssicheres Fahrzeug, einen Verstoß gegen die Gefahrgutverordnung und zwei gravierende Überladungen.

Bremsscheibe fehlt

Bei einem Sattelzug, der 24 Tonnen Stahlträger geladen hatte, stellten die Beamten fest, dass die Bremsscheibe an einer Achse des Aufliegers auf der rechten Seite komplett fehlte und auf der gegenüberlegen Seite mehrfach eingerissen war. Das Fahrzeug wurde unter Polizeibegleitung zu einer Werkstatt gebracht. Der 62-jährige Fahrer durfte die Fahrt in die Slowakei erst nach der Reparatur fortsetzen und musste eine Sicherheitsleistung zahlen.

Ein 55 Jahre alter Fahrer eines Gefahrguttransporters hatte ätzende Flüssigkeiten geladen und war von Belgien nach Österreich unterwegs. Die teilweise aufgerissenen Behältnisse waren zwar neu verpackt allerdings nicht mehr ordnungsgemäß gekennzeichnet worden. Nun erwartet den Verpacker deshalb eine Anzeige.

Dreiste Blumenzüchter

Besonders dreist verhielten sich zwei südosteuropäische Blumenzüchter eines Unternehmens, die mit ihren überladenen Sprintern von Holland auf dem Weg in die Tschechische Republik waren. Sie ignorierten die Anordnung der Beamten, was ihnen teuer zu stehen kam.

Ihre 3,5-Tonner hatten die beiden Männer mit Pflanzen so vollgestopft, dass die zulässige Gesamtmasse ihrer Fahrzeuge erheblich überschritten wurde. Die Beamten stellten eine Überladung von 60 bzw. 42 Prozent fest. Die beiden 61-jährigen Männer, die keinen ständigen Wohnsitz in Deutschland haben, mussten insgesamt eine Sicherheitsleistung in Höhe von 1.500 Euro hinterlegen.

Die Weiterfahrt wurde ihnen nur unter der Auflage gestattet, dass die überschüssige Ladung auf ein drittes Fahrzeug umgeladen würde. Nach dem Ende der Kontrollaktion fuhren die beiden jedoch weiter, ohne die Ladung reduziert zu haben. Am Nachmittag gerieten sie dann in eine Kontrolle bei Passau und wurden nochmals zur Kasse gebeten.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried.

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