Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Der Döner danach? Risikofaktor nächtliches Essen

Döner um fünf Uhr morgens

Wer kennt das nicht: Ihr kommt nachts aus der Kneipe und nehmt Euch auf dem Nachhauseweg noch schnell einen Döner mit – nach dem Feiern findet sich auch in Würzburg meist noch ein offener Döner. Oder Ihr plündert zu Hause nach Mitternacht im Heißhunger-Wahn Euren Kühlschrank. Laut N24 warnen Forscher allerdings vor den nächtlichen Mahlzeiten. Diese seien ungesund und schlecht für Waage und Zuckerspiegel. Doch warum ist das so?

Studien belegen Zusammenhang

Eine Studie aus dem Jahr 2013 zeigte, dass die Tageszeit zu der gegessen wird einen Einfluss auf den Gewichtsverlust hat. 20 Wochen lang wurden 420 übergewichtige und zum Teil adipöse Menschen bei einer Diät beobachtet. Konkret ergaben die Forschungen, dass die Personen, die nach 15 Uhr ihr Mittagessen zu sich nahmen weniger abnahmen, als diejenigen, die vor 15 Uhr aßen, so N24.

Eine weitere Studie aus dem gleichen Jahr teilte eine Reihe übergewichtiger Personen in zwei Versuchsgruppen auf: die eine Hälfte bekam morgens reichlich zu Essen, der andere Teil der Probanden hatte, laut N24, ein üppiges Abendessen. Die Kalorienzahl unterschied sich hierbei nicht. Ergebnis: Diejenigen die abends aßen, nahmen weniger ab.

Diabetesrisiko steigt

Aber nicht nur eine mögliche Gewichtszunahme ist ein Risikofaktor des späten Essens. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit an Diabetes zu erkranken. Grund ist die Glukosetoleranz, die angibt, inwiefern der Blutzucker vom Körper – mittels Insulin – in die Zellen befördert wird, so N24. Ist diese gestört oder vermindert erhöht sich das Diabetesrisiko. Der Grund: Der Körper kann spät am Tag nicht so gut mit einer Glukose-Belastung umgehen wie früh am Morgen.

Erklärungsansatz „Jäger und Sammler“

Da die Studien zu den Essensgewohnheiten in Abhängigkeit der Tageszeiten noch in den Anfängen stehen, teilen sich die Meinungen der Forscher über Ursachen und Gründe der schädlichen Folgen des Spät-Essens, so N24. Eine Theorie besagt einen Zusammenhang mit unserer inneren Uhr. Eine weitere Erklärung: Die Nahrungszufuhr zu Schlafenszeiten führt zu einer internen Asynchronität, d.h. der Körper gerät aus dem Takt und die Zellen schlagen nicht mehr gleichmäßig. Ein dritter Ansatz beschäftigt sich mit der Evolution. Laut N24 konnten die Menschen damals nicht gleich nach dem Aufstehen essen, da sie zunächst ihr Frühstück jagen mussten. Daher lernte der Körper mit einer späten Energiezufuhr umzugehen und mit dieser zu haushalten, so N24.

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