Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Von Clausnitz nach Würzburg? Bündnis für Zivilcourage bittet um Flüchtlings-Aufnahme

Bündnis für Zivilcourage bittet Stadtverwaltung um Aufnahme der Flüchtlinge aus Clausnitz

Das „Würzburger Bündnis für Zivilcourage“ bittet die Stadt Würzburg, den zuständigen Behörden eine Verlegung der in Clausnitz (Sachsen) untergebrachten Asylsuchenden nach Würzburg anzubieten, dies schreibt das Bündnis am heutigen 22. Februar in einer Pressemitteilung.

„Der Sprecherrat des Bündnisses hat mit Entsetzen die Berichte der Würzburger Gruppe aufgenommen, die am Sonntag spontan nach Clausnitz aufgebrochen war und sich dort unmittelbar ein Bild von der Situation machen konnte. Zu der Gruppe gehörte mit Natali Soldo-Bilac ein Mitglied des Sprecherrates unseres Bündnisses“, dies berichtet das Bündnis für Zivilcourage in ihrer Pressemitteilung. Sie hätte das Gremium am heutigen Montag Morgen aus erster Hand informiert.

„Schnelles und unbürokratisches humanitäres Handeln notwendig“

Die Schilderungen würden Anlass zu großer Sorge geben und ein schnelles und unbürokratisches humanitäres Handeln notwendig machen. Das Bündnis für Zivilcourage stellt anerkennend fest, dass in der Stadt Würzburg in vielfacher Hinsicht gute Bedingungen für eine menschenwürdige Unterbringung und Betreuung der Geflüchteten gegeben seien, so in der Pressemitteilung weiter erläutert. „Ein längerer Verbleib in Clausnitz hingegen ist aus unserer Sicht den betroffenen Asylsuchenden, die durch die Vorgänge am vergangenen Donnerstag schwer belastet sind, unter den dortigen Umständen nicht länger zumutbar.“

Über das Bündnis für Zivilcourage

Beim Würzburger Bündnis für Zivilcourage handelt es sich um einen Zusammenschluss von über 70 Organisationen. Diese setzen sich für eine offene, tolerante Gesellschaft und gegen jegliche Art von Diskriminierung ein. Auch in Würzburg wären zahlreiche Erfahrungen mit Diskriminierung und rassistischen Übergriffen gemacht worden. Im Jahr 2006 entstand daher die Idee eines Bündnisses, deren Teilnehmer sich für Zivilcourage und ein friedliches Miteinander in Würzburg einsetzen – dies schreibt das Bündnis auf ihrer Webseite.

Mitmachen kann hier jeder, ob Organisation, Verein oder Privatperson, die mit den Zielen des Bündnisses übereinstimmen. Vertreten wird das Bündnis von einem fünfköpfigen Sprecherrat.

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Würzburger Bündnis für Zivilcourage. 

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