Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Gastbeitrag: Smartphone Nutzverhalten eines 15-Jährigen

Ein Gastbeitrag von Florian Preisendörfer 

Floran Preisendörfer, 15 Jahre alt

Hallo, mein Name ist Florian Preisendörfer, ich bin 15 Jahre alt und gehe auf die Leopold- Sonnemann- Realschule in Höchberg. Wie fast jeder Jugendliche heutzutage besitze auch ich ein Smartphone, das aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken ist. Tag für Tag erscheinen neue Apps & Gadgets für dieses. Meiner Meinung nach befindet sich jedoch sehr viel Unnötiges auf dem Markt. Welche Dienste ich wirklich für sinnvoll halte und auch selbst dauerhaft nutze, möchte ich Euch im Folgenden ausführen.

Whatsapp auf Platz 1

Auf meinem Handy nutze ich bevorzugt WhatsApp, Snapchat, Youtube, Facebook und den Navigator der Deutschen Bahn. Wie wahrscheinlich bei den meisten von Euch auch steht WhatsApp ganz klar auf Platz eins der meist angeklickten Apps auf meinem Smartphone. Meiner Meinung nach ist es die leichteste Möglichkeit, mit anderen zu kommunizieren. Ob im Einzelchat oder in einer Gruppe, es ist eine gute Möglichkeit sich mit anderen in Form von Textnachrichten, Bildern und sogar Sprachnotizen zu verständigen. Obwohl in meiner Clique nur zwei Gruppen konstant genutzt werden, bin ich Mitglied in ca. 50 weiteren. Zumindest kenn ich es aus meinem Umfeld , dass fast für jede Feier, jede geplante Veranstaltung, ja sogar für den letzten Schwachsinn eine Gruppe erstellt wird.

Sprachnachrichten im Trend

Die Funktion der Sprachnotiz hat sich in meinem Freundeskreis schon soweit bewährt, dass fast jede fünfte Nachricht, die ich bekomme, eine Sprachnachricht ist. Ich selbst verbringe rund fünf Stunden am Tag auf WhatsApp und zähle eher noch zu dem Teil der Jugend, die lieber draußen mit Freunden “Fussi zockt“ als im Internet zu surfen. Des Weiteren ist der Messenger WhatsApp sehr weit verbreitet in allen Altersklassen wie die Zahl von 600 Millionen Nutzer beweist. Jedoch, finde ich, gibt es auch in dieser App noch ein paar Baustellen. Die Qualität der Anruffunktion ist einfach schlecht; weder nutze ich sie, noch nehme ich Anrufe über WhatsApp an. Man versteht einfach nichts und das nervt mich persönlich mega!

Snapchat mittlerweile weit verbreitet

Der Onlinedienst Snapchat ist mittlerweile in meinem gesamten Freundeskreis weit verbreitet. Jeder meiner Kumpels nutzt es und es ist eine coole Möglichkeit, Bilder und Videos zu verschicken. Die versendeten Nachrichten löschen sich nach einstellbarer Zeit wieder und sobald jemand einen Screenshot von einem der Bilder macht, wird es auf dem eigenen Display angezeigt. Da es in diesem Medium nicht unbedingt um die Qualität der Bilder, sondern sich einfach um eine lustige und schnelle Möglichkeit handelt, seinen Freunden via Bild zu zeigen was „abgeht“, können dabei richtige Schnappschüsse entstehen. Dies ist auch der Grund warum mir das Medium einfach sympathischer als Instagram ist, wo man auf jedem zweiten Bild ein gestelltes Duckface sieht.

Youtube nicht mehr wegzudenken

Das Videoportal Youtube hat sich schon seit ein paar Jahren auf meinem Startbildschirm etabliert. Es ist einfach richtig chillig sich etwas aufs Sofa zu setzen und die Kanäle seiner Lieblings-Youtubern durch zu stöbern. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei. Zu meinen persönlichen Favoriten zählen Kanäle wie OPEN MIND und JuliensBlogBattle. Musik spielt in meinem Leben ebenfalls eine sehr große Rolle. Sobald ich nach Hause komme, erstmal Handy anschließen, Musik auswählen und Box aufdrehen. Hierbei ist ein Portal wie Youtube natürlich sehr hilfreich. Alle Lieder, die ich mir nicht auf mein Handy heruntergeladen habe, kann ich mir so ohne Mühe und kostenlos anhören. Doch nicht nur zur Unterhaltung ist Youtube sehr gut geeignet, auch informative Videos sind dort im Angebot, z.B ist es kein Problem sich vor der nächsten Mathe Klausur via Youtube noch einmal den aktuellen Stoff erklären zu lassen.

Facebook – ja oder nein?

Facebook, ja oder nein ? Das ist auch für mich eine schwierige Frage, ungefähr jeder, den ich kenne hat dort ein Profil und ist auch regelmäßig auf Facebook unterwegs. Doch warum? Ich habe mir im Alter von 13 Jahren ein Account dort eingerichtet, war ca. vier Monate auf Facebook unterwegs und habe ihn anschließend zwei Jahre lang nicht mehr benutzt. Hauptsächlich habe ich mich damals auf dieser Plattform angemeldet, um einfach mit dabei zu sein. Jeder war dort vertreten, also musste ich das auch sein. Zunächst war es schon ganz unterhaltsam, sich das ein oder andere Video anzusehen und es vielleicht sogar mit einem Lachsmiley zu kommentieren, doch schnell wurde es mir schlicht und einfach zu uninteressant und ich verlor Facebook aus den Augen, bis ich schließlich sogar mein Passwort vergessen habe.

Vor ungefähr vier bis fünf Wochen habe ich mich hauptsächlich für mein Schülerpraktikum bei Würzburg erleben wieder neu dort eingerichtet und nutze es seit dem wieder ab und zu. Ich glaube jedoch, dass der Hauptgrund für die Nutzung von Facebook bei den meisten ganz einfach das „Stalken“ ist. Wer ist gerade in einer Beziehung mit wem und wer ist wieder Single. Im großen und ganzen ist Facebook ein ganz guter Zeitvertreib, um die ein oder andere Wartezeit etwas zu überbrücken. Doch auch ein Leben ohne Facebook ist in meinen Augen gut möglich wie ich für zwei Jahre unter Beweis gestellt habe.

DB-Navigator

Da ich etwas außerhalb von Würzburg wohne und natürlich nicht alle meine Freunde in meinem Dorf leben, heißt es für mich sehr oft Bus fahren. Hierbei ist mir die Navigationsapp der Deutschen Bahn eine große Hilfe. Sie ist ziemlich simpel aufgebaut und deshalb leicht zu verstehen. Sei es mit der Straßenbahn, dem Bus oder sogar mit dem Zug, man muss nur seinen Startpunkt und Ziel der Reise angeben und es spuckt einem alle Daten aus, die man benötigt. Nach einmaliger und kostenloser Anmeldung kann man sogar den sogenannten Verspätungs-Alarm nutzen. Mit diesem werdet Ihr per E-Mail oder Push-Nachricht über alle Änderungen zu Eurer Reiseverbindung informiert.

Selbst ein Bild von unserer Welt machen

Die meisten Jugendlichen in meinem Alter interessieren sich eher wenig bis gar nicht für die aktuellen Ereignisse in der Welt. Zeitung lesen und Nachrichten anschauen ist einfach zu langweilig. Und dann halt lieber uninformiert bleiben. Wer sich trotzdem etwas zu den Ereignissen rund um Würzburg informieren will, dem kann ich die Würzburg erleben App wirklich ans Herz legen. Ich habe sie mir vor meinem Praktikum runter geladen, um mich etwas auf dieses vorzubereiten und wurde wirklich überzeugt.

Da man nicht dauerhaft durch die App scrollen muss, um News mit zu bekommen, sondern einem Push-Nachrichten auf dem Handy angezeigt werden, weiß man immer schnell und einfach, wenn was passiert. Sie ist ebenfalls wie der DB Navigator unkompliziert aufgebaut und man verliert nicht den Überblick. Es ist einfach sich zu den Themen, die man persönlich interessant findet zu informieren. Die Artikel sind, wie ich finde, gut geschrieben und vor allem jugendgerecht formuliert. Von Lifestyle über Politik bis hin zu Sport sind dort alle Themengebiete vertreten, deshalb mein Tipp: Einfach mal reinklicken und sich selbst ein Bild zu unserer Welt machen.

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT