Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Entscheidung zurückgezogen: Hafensommer wird stattfinden

Viel Kritik für Kulturreferent

Wegen mehrerer personeller Veränderungen im Kulturamt und der damit verbundenen personellen Unterbesetzung wurde der Hafensommer in diesem Jahr abgesagt, die verkündete die Stadt Würzburg in einer Pressemitteilung am 8. Februar. Nach massiver Kritik und Ärger um den Kulturreferenten Muchtar Al Ghusain gab es laut der Main Post nun eine Wende. Am gestrigen Donnerstag wurde bis in den Abend hinein intensiv im Stadtrat diskutiert. Letztendlich kündigte Muchtar Al Ghusain laut Main Post an: „Der Hafensommer 2016 wird stattfinden.“

Der stark kritisierte Kulturreferent meinte zwar er könne noch nicht versprechen, dass das eingeplante Budget eingehalten werden kann. Jedoch sei er trotz der schwierigen Umstände bereit, weiter zu machen, dies berichtet die Main Post. Dazu sagte er vor dem Gremium: „Wir arbeiten hart, notfalls sieben Tage in der Woche.“ Erst kurz vor 18 Uhr begann im Stadtrat die Diskussion um den Hafensommer. Die lange Debatte behandelte neben der Arbeit des Kulturreferenten Muchtar Al Ghusain auch die Zukunft des Festivals.

Absage kam überraschend

Oberbürgermeister Christian Schuchardt bedauerte zu Beginn der Besprechung die Absage des diesjährigen Hafensommers. Wie es am Rosenmontag überhaupt dazu kam erklärte danach Kulturreferent Muchtar Al Ghusain. Außerdem sei die Absage des bedeutenden Kulturevents nach Informationen der Main Post überraschend gewesen. Am 19. Januar habe er erfahren, dass Ole Kruse, der stellvertretende Kulturamtsleiter, seine Arbeit niederlegen werde. Dann habe am 28. Januar der bisherige technische Leiter des Hafensommers abgesagt. Schließlich wäre daraufhin am 1. Februar entschieden worden, dieses Jahr auszusetzen.

8.500 Besucher zum Hafensommer 2015

Drei Tage darauf, am 4. Februar, habe Al Ghusain diese Entscheidung an Oberbürgermeister und Referenten weitergeleitet. Laut ihm schien die Entscheidung unterstützt zu werden. Nach Informationen der Main Post hätte man auch überlegt, den Aufbau des Hafensommers zu überarbeiten. Dies sollte die Zukunft des Musikfestivals sichern.

Vor dem Stadtrat nannte der Kulturreferent Zahlen: Vergangenes Jahr hätten 8.500 Besucher den Hafensommer auf den Mainwiesen besucht. Dabei wären Kosten in Höhe von 170.000 Euro entstanden. Verglichen damit seien es 2007 nur 6.000 Besucher bei 60.000 Euro Kosten gewesen. In den Zwischenjahren hätte es wiederum höhere Besucherzahlen gegeben.

Finanzieller Misserfolg

Stadtkämmerer Robert Scheller deutete diese Zahlen als „stetige Zunahme des negativen Abgleichs“, dies berichtet die Main Post. Dieser finanzielle Misserfolg sei ein weiterer Grund für die geplante Überarbeitung und Absage des Hafensommers 2016 gewesen.

Die eigentliche Debatte enthielt scharfe Kritik von CSU-Fraktionschefin Christine Bötsch gegenüber dem Kulturreferenten. Auch andere Stadträte griffen laut der Tageszeitung Al Ghusain mitunter persönlich an. Dabei ging es sowohl um die generelle Situation der Veranstaltung sowie um die Kommunikation und Handhabung der Absage. Neben harter Kritik gab es aber auch Verteidigung für den Kulturreferenten seitens einiger Stadträte.

Absage zurückgezogen

Nach fast drei Stunden Debatte verkündete der Kulturreferent schließlich: Dieses Jahr werde der Hafensommer zum zehnten Mal stattfinden.

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