Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Main-PostLogistik: Wenn ein Brief auf Reisen geht

Weg einer Briefsendung aus Sicht des Briefes

Wie kommt eigentlich ein Brief an sein Ziel? Unser Partner die Main-PostLogistik beschreibt Euch den Weg einer Briefsendung vom Absender bis hin zum Empfänger – gesehen aus der Perspektive eines Briefes:

„Da liege ich nun im Postausgang. Zusammen mit meinen Briefkollegen warte ich in Fladungen in einer blauen Box. Die gehört der Main-PostLogistik. Ein Kurierfahrer wird mich heute noch abholen. Mein Ziel ist die Tourist-Information in Röttingen, das hat mein Absender auf mir notiert. Ein weiter Weg liegt vor mir: durch die gesamte Rhön, vorbei an Schweinfurt, Zwischenstopp im Sortierzentrum in Würzburg und dann am nächsten Tag weiter ins Tauberfrankenland.

Abholfahrer in der blauen Jacke

Das muss er sein – der Mann mit der blauen Jacke – jawoll, das ist der Abholfahrer der Main-PostLogistik. Jetzt hebt er unsere Briefkiste hoch und trägt uns nach draußen. Die Tür seines Transporters steht schon offen. Peng! Zu ist sie, der Motor startet.

Mittlerweile muss schon eine Stunde vergangen sein. Jetzt scheint es aber langsam ernst zu werden: Der Fahrer biegt von der Autobahn ab und wir sind mitten im Würzburger Stadtverkehr, bis es den Berg hinauf geht in den Stadtteil „Heuchelhof“.

Die Briefsortiermaschine

Der Wagen hält. Die Tür geht auf – wir stehen vor einer Halle. Der Fahrer hebt meine Box mit den anderen im Bus auf einen Rollwagen und fährt in die Halle. Mann, ist die groß! Und da stehen ganz außergewöhnliche, lange Maschinen. Die Kisten werden jetzt von Hand aussortiert. Ob ich wirklich noch in Röttingen lande? Zusammen mit gleich großen Briefen werde ich in eine der langen Maschinen befördert. Ich habe inzwischen mitbekommen, dass es sich hier um Briefsortiermaschinen handelt. Briefe anderer Maße oder Formate landen in der Sortiermaschine nebenan.

Hui, jetzt geht die Post ab! Meine Brief-Kumpels und ich werden gescannt, mit einer Nummer bedruckt und dann geht’s ruckzuck über ein Band weiter, bis jeder von uns erneut in einer Box landet, auf der wieder Zahlen und Buchstaben stehen. Die Menschen an der Maschine reden die ganze Zeit von Routen und Bezirken. Damit wird die Kennzeichnung auf der Box wohl zu tun haben.

Briefsortierung per Hand bei Fehlern

Meine Box hat jedenfalls die Nummer 38. Und da die anderen Briefe, die mir gerade Gesellschaft leisten und jeder weitere Neuzugang auch nach Röttingen muss, denke ich, dass ich hier richtig bin. Insgesamt gibt es 88 solcher Behälter an dieser Maschine. Ganz vorne höre ich zwei Brief-Kollegen: „Ha, du hast ja gar keine Hausnummer drauf stehen“, lacht sich ein brauner Brief schlapp über einen kleinen weißen. Der kontert: „Und bei dir kann man die Schrift gar nicht lesen, dein Absender war wohl ein Dreijähriger!“ Alles klar – diese Briefe sind von der Maschine nach dem Erfassungsversuch gleich ausgesondert worden, weil sie nicht exakt zugeordnet werden konnten. Sie landen jetzt bei einer dritten Station, an der die Briefe von Hand ausgelesen und die Adressen herausgesucht werden.

Briefe sicher verwahrt

Ein weiterer Mitarbeiter schnappt sich unsere Kiste und stellt sie wieder auf einen Rollwagen. Mehrere Dutzend Boxen werden jetzt auf dem Gefährt weiter geschoben. Wieder warten. Spannend, was hier passiert – ich will jetzt aber endlich in Röttingen ankommen, geöffnet und gelesen werden.

Ein weiterer Mitarbeiter des Sortierzentrums kommt auf uns zu, diesmal hat er ein mobiles Sortierregal dabei, in dem viele Taschen liegen. Ich werde genau in das Fach gesteckt, dessen Nummer mir vorhin aufgedruckt wurde. Ganz schön strukturiert, wie das Ganze abläuft! Doch bis zu meinem Zielort sind es noch einige Kilometer. Wieder werden wir in einen Kleinbus verfrachtet. Kurze Zeit später macht der Fahrer die Türe auf und steckt unsere Tasche wieder in einen Kasten – und schließt diese auch noch zu! „Keine Sorge“, beruhigt mich ein Serienbrief, der von seinen Verwandten schon erzählt bekommen hat, was gerade passiert ist: „Wir befinden uns vor der Haustüre eines Zustellers, der dort eine große, abschließbare Box hat. Darin sind neben uns Briefen noch ganz viele Zeitungen!“

Lieferung per Nachtschicht

Mitten in der Nacht werden wir aus dem Schlaf gerissen. Eine Frau hat die Box aufgeschlossen, packt unsere Brieftasche und die Zeitungen und macht sich auf den Weg. Aha – die Zeitungsausträgerin bringt also auch die Post? Wie praktisch! Nicht nur für den Zeitungsabonnenten, der seine Post zusammen mit seiner Morgenlektüre erhält, sondern auch für mich: Der Empfänger kann sich schon früh am Morgen um mich kümmern.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit unserem Partner, der Main-PostLogistik. 

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