Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Notorischer Schwarzfahrer gibt sich als Polizist aus

Um kostenlos Bahn zu fahren

WÜRZBURG. Einem aufmerksamen Zugbegleiter der Deutsche Bahn ist es zu verdanken, dass gestern Nachmittag (10. Februar) die Bundespolizei einen falschen Polizisten in Würzburg stellen konnte. Der 44-Jährige hatte sich gegenüber dem Bahnmitarbeiter als Polizist ausgegeben, um so eine kostenlose Bahnfahrt zu erschleichen.

Gestern Nachmittag informierte der Zugbegleiter eines von Aschaffenburg nach Würzburg fahrenden Regionalexpresses die Würzburger Bundespolizei über einen verdächtigen Fahrgast. Der zivile Kleidung tragende Mann habe bei der Fahrscheinkontrolle behauptet ein Polizist zu sein und verlangt deswegen kostenfrei nach Würzburg fahren zu dürfen. Seinen Dienstausweis habe er zu Hause vergessen. Dem Bahnmitarbeiter kam das Verhalten des 44-Jährigen auf Anhieb verdächtig vor, zumal Polizeibeamte nicht grundsätzlich kostenfrei Züge nutzen dürfen.

172 Fälle von Schwarzfahren bekannt

Bei Ankunft des Zuges am Hauptbahnhof Würzburg standen sodann auch echte Bundespolizisten bereit, um ihren „Kollegen“ in Augenschein zu nehmen. Im Gespräch wurde schnell klar, dass es sich hier um keinen Ordnungshüter, sondern um einen notorischen Schwarzfahrer handelte. Allein der Bundespolizei sind bundesweit seit 2014 sage und schreibe 172 Fälle bekannt, in dem der in Offenbach lebende Mann Züge ohne Fahrschein genutzt hatte.

Ob er sich bei seinen Schwarzfahrten schon öfters als Polizist ausgab, ist Gegenstand der Ermittlungen. Für seine gestrige Tat erwartet ihn nun ein erneutes Strafverfahren wegen Erschleichens von Leistungen und Amtsanmaßung.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Würzburg.

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