Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

25 Jahre europaweite Notrufnummer 112

Notruf 112: Ohne Vorwahl wählen. Aus jedem Netz. Europaweit.

Die einheitliche Notrufnummer 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst feiert am 11.2. jährlich den Tag des internationalen Notrufs und heuer ihr 25-jähriges Jubiläum. Die Nummer gilt seit dem 11.2.1991 europaweit und ist vorwahl- und gebührenfrei.

 

Über 112 auch schnelle und koordinierte Hilfe beim tragischen Zugunglück bei Bad Aibling

Anlässlich eines der schwersten Zugunglücke in der bayerischen Geschichte gestern bei Bad Aibling hat sich die Nummer erneut bewährt. Unmittelbar nach dem Unglück ging über die 112 der erste Notruf bei der Integrierten Leitstelle Rosenheim ein – Eine Frau berichtete sehr ruhig und sachlich über das Unglück.

Binnen sieben Minuten gingen weitere 19 Notrufe ein, die das Bild abrundeten. Die Integrierte Leitstelle konnte auf dieser Grundlage präzise und unmittelbar Feuerwehr und die notwendigen Hilfsorganisationen alarmieren. „Das war eine super Einsatzsteuerung“, lobte der Bayerische Innen- und Verkehrsminister Joachim Herrmann. Herrmann dankte den über 700 Einsatzkräften: „Sie haben Übermenschliches geleistet!“

Insgesamt waren 220 Polizeibeamte des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd und der Bereitschaftspolizei sowie 70 Beamte der Bundespolizei im Einsatz. Hilfe leisteten darüber hinaus 250 Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr und 65 Kräfte des Technischen Hilfswerkes.

Dazu kamen 250 Hilfs- und Rettungskräfte des Bayerischen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes, der Johanniter Unfallhilfe, der Bergwacht, der Wasserwacht, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft, des Österreichischen Roten Kreuzes und der Ambulanz Rosenheim. 17 Hubschrauber und 231 Fahrzeuge halfen bei der Bergung der Verletzten und sorgten für die notwendige technische Hilfe.

Auch aufgrund dieser positiven Erfahrungen möchte Herrmann die Notrufnummer 112 für Feuerwehr und Rettungsdienst noch bekannter machen. „Heute, am 25. Geburtstag der europaweiten Notrufnummer, ist ein guter Anlass, Freunde und Bekannte auf die 112 hinzuweisen. Helfen Sie mit, damit jeder im Notfall weiß, worauf es ankommt!“ Gerade im Notfall kommt es darauf an, schnell Hilfe zu rufen und die richtigen Angaben zu machen.

Unter www.notruf112.bayern.de finden sich zahlreiche Informationen, wie man sich im Notfall richtig verhält und was in den Integrierten Leitstellen mit einem Notruf geschieht. „Außerdem können dort Aufkleber, Plakate und andere Werbemedien bestellt werden, um die Menschen, die Ihnen wichtig sind, auf die Notrufnummer 112 hinzuweisen. Helfen Sie mit, Leben zu retten“, so die Bitte des Bayerischen Verkehrsministers.

Wie erreiche ich den Notruf 112?

Europaweit können Sie über die einheitliche Notrufnummer 112 rund um die Uhr Hilfe durch Feuerwehr und Rettungsdienst anfordern. In Bayern verbindet Sie der Notruf 112 mit der örtlichen Integrierten Leitstelle – aus allen Telefonnetzen vorwahl- und gebührenfrei.

Im Notfall richtig verhalten: Die fünf „W“

Damit die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle schnell geeignete Einsatzkräfte alarmieren können, müssen Sie als Anrufer wichtige Informationen durchgeben. Dafür gibt es die fünf „W“:

Wo ist das Ereignis?

Geben Sie den Ort des Ereignisses so genau wie möglich an (zum Beispiel Gemeindename oder Stadtteil, Straßenname, Hausnummer, Stockwerk, Besonderheiten wie Hinterhöfe, Straßentyp, Fahrtrichtung, Kilometerangaben an Straßen, Bahnlinien oder Flüssen)!

Wer ruft an?

Nennen Sie Ihren Namen, Ihren Standort und Ihre Telefonnummer für Rückfragen!

Was ist geschehen?

Beschreiben Sie knapp das Ereignis und das, was Sie konkret sehen (was ist geschehen? was ist zu sehen?), beispielsweise Verkehrsunfall, Absturz, Brand, Explosion, Einsturz, eingeklemmte Person!

Wie viele Betroffene?

Schätzen Sie die Zahl der betroffenen Personen, ihre Lage und die Verletzungen! Geben Sie bei Kindern auch das – gegebenenfalls geschätzte – Alter an!

Warten auf Rückfragen!

Legen Sie nicht gleich auf, die Mitarbeiter der Integrierten Leitstelle benötigen von Ihnen vielleicht noch weitere Informationen!

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr.

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