Würzburg - Foto: Pascal Höfig
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Kosenamen: Wenn Fröschlein seine Zuckerschnute liebt

Der Klassiker

„Kannst du mir mal bitte die Butter reichen, Bärchen?“ – In vielen Beziehungen sind Kosenamen Gang und Gebe. Einige Pärchen verwenden sie nur in den heimischen vier Wänden, anderen ist es auch nicht unangenehm ein lautes „Hasi“ durch die Würzburger Domstraße zu rufen. Die Auswahl an Kosenamen ist hierbei nahezu unbegrenzt – dennoch ist einer hierzulande der ungeschlagene Favorit: unser „Schatz“.

Bodenständige Namen gefallen

Laut Umfragen sind viele Deutsche weniger spontan oder kreativ, und neigen eher zur Bodenständigkeit, so die FAZ. Daher verwenden wir auch überwiegend Standard-Kosenamen. Ungeschlagen auf Platz eins befindet sich hierbei, laut FAZ, die liebevolle Bezeichnung „Schatz“, die etwas einzigartiges und wertvolles symbolisiert, auf das man gut aufpassen sollte. Daneben empfinden wir „Liebling“, „Süße“ oder „Kleine“ als gebräuchliche Kosenamen und verwenden sie gerne.

Wenn der Partner zum Tier wird

„Hase“, „Mausi“ oder „Bärchen“ sind ebenfalls Namen, die man immer wieder bei Pärchen zu hören bekommt. Diese tierischen Bezeichnungen sind zwar ebenso häufig verwendete Koseformen, laut einer Studie der Seite beliebte-vornamen.de kommen sie allerdings selten wirklich gut an.

GoFeminin hat sich mit der Bedeutung der tierischen Neckereien einmal genauer beschäftigt: Mit einem Tiger verbindet man beispielweise eine mächtige Raubkatze. Frauen die ihre Männer also „Tiger“ nennen wünschen sich, laut GoFeminin, einen starken und dominanten Partner. Eine Maus hingegen ist niedlich und schutzbedürftig, dementsprechend die Person, die den Spitznamen trägt. Hört man den Kosenamen „Bärchen“ denkt man an einen knuddeligen Typen, der gerne kuschelt. Gleiches gilt für „Hasi“. Dieser Kosename wirkt ebenfalls sehr verniedlichend und symbolisiert den Wunsch nach einem flauschigen Kuscheltier, bzw. Kuschelpartner, so GoFeminin.

Darf es etwas ausgefallener sein?!

Die meisten Deutschen finden sehr niedliche Spitznamen eher peinlich und orientieren sich an den genannten Klassikern. Einige mögen es aber auch etwas ausgefallener: Auch wenn Namen wie „Honigschnecke“, „Schnäutzelchen“ oder „Zuckerbärchen“ laut Umfragen auf der Beliebtheitsskala der Kosenamen weit hinten liegen, komplett außer Acht lassen darf man sie nicht. Das ein oder andere Pärchen hat durchaus Gefallen daran, den Partner mit einzigartigen und zuckersüßen Namen zu schmücken. Hierbei darf der Kreativität freien Lauf gelassen werden, alles ist erlaubt – solange der Partner kein Veto einlegt.

Honey and Babe

Andere Länder, andere Kosenamen: Der Italiener säuselt „amore mio“, der Amerikaner bezeichnet seinen Partner am liebsten als „babe“ und der Engländer nennt seine Herzdame, laut FAZ, zuckersüß „honey“. Nicht nur in Deutschland fragt man sich, warum jemand einen gewissen Kosenamen trägt und beispielweise „Mausezahn“, also wie das Gebiss eines kleinen Tieres genannt wird. Betrachtet man die ausländischen Kosenamen genauer, entstehen auch hier abstruse Assoziationen: Wörtlich übersetzt nennt der Amerikaner seinen Partner „Kleinkind“. Im Kopfkino tauchen sogleich Bilder von sabbernden Babys mit Kulleraugen auf. Und warum wird man in England denn „honey“, also Honig, genannt? Ist man eine klebrige Zuckermischung? Kosenamen sind wohl in jeder Sprache und in jedem Land ein klein wenig komisch und bizarr – aber irgendwie auch niedlich.

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