Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Faschingsumzug Freudenberg: Zwei Männer attackieren 63-Jährigen und verletzen zwei Bundespolizisten

Auf 63-Jährigen eingetreten

WÜRZBURG/COLLENBERG. Im Anschluss an den gestrigen Faschingsumzug in Freudenberg haben zwei 20 und 23 Jahre alte Männer nahe des Bahnhaltepunktes Freudenberg-Kirschfurt (Gemeinde Collenberg, Ortsteil Kirschfurt) gemeinschaftlich auf einen 63-Jährigen eingeschlagen und eingetreten. Einschreitende Beamte der Bundespolizei wurden beim Versuch die Angreifer festzunehmen selbst zum Ziel erheblicher Aggressionen.

Gegen 17:30 Uhr wurden vier, anlässlich des Freudenberger Faschingsumzugs am Bahnhaltepunk Freudenberg-Kirschfurt, eingesetzte Bundespolizisten Zeuge, wie zwei 20 und 23 Jahre alte Männer in Bahnhofsnähe auf einen am Boden liegenden 63-Jährigen einschlugen und eintraten.

Polizist durch Faustschlag verletzt

Die Beamten schritten unverzüglich ein, wobei der jüngere der beiden deutschen Männer einen der Ordnungshüter mit der Faust ins Gesicht schlug und ihn dabei an der Nase verletzte. Auch der 23-Jährige wehrte sich vehement gegen seine Festnahme und würgte einen Bundespolizisten, bevor er überwältigt und gefesselt werden konnte.

Währenddessen wollten mehrere betrunkene und eigentlich unbeteiligte Personen den in Miltenberg lebenden Festgenommenen zur Hilfe kommen und die polizeilichen Maßnahmen stören. Zudem trat unvermittelt der Anfangs geschlagene 63-Jährige wieder in Erscheinung und versuchte die beiden gefesselten Männer anzugreifen. Der ebenfalls in Miltenberg lebende Deutsche war deutlich alkoholisiert und konnte letztlich nur mittels Pfefferspray auf Abstand gehalten werden.

Auf dem Weg zur Dienststelle der Polizeiinspektion Miltenberg leistete der 20-jährige Tatverdächtige erneut erheblichen Widerstand und verletzte dabei einen Bundespolizisten am Finger.

Erheblich alkoholisiert

Messungen ergaben in der Dienststelle bei allen beteiligten hohe Atemalkoholwerte. Die beiden 20 und 23 Jahre alten Miltenberger erwartet nun ein Strafverfahren, unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Bedrohung. Die verletzten Bundespolizisten konnten ihren Dienst nach der Tat vorerst fortsetzen, mussten sich anschließend jedoch in ärztliche Behandlung begeben.

Der Leiter der Bundespolizeiinspektion Würzburg, Gerhard Höfler, äußert sich wie folgt zu dem gestrigen Vorfall:
„Es ist unerträglich, mit welcher Brutalität Polizistinnen und Polizisten – während ihres Dienstes für die Bevölkerung – konfrontiert werden. Erneut hat völlig enthemmter Alkoholkonsum dazu geführt, dass Gewalt gegen Unbeteiligte und Ordnungshüter eskaliert.“

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Würzburg.

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