Würzburg - Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Würzburg

Nach Würzburger Faschingszug: Gewaltdelikte rund um den Hauptbahnhof

Erheblich alkoholisierte Narren

WÜRZBURG. Nach den zahlreichen Auseinandersetzungen im Stadtgebiet, kam es rund um den Hauptbahnhof Würzburg ebenfalls zu diversen Gewaltdelikten. Hier hatte die Bundespolizei im Anschluss an den gestrigen Faschingszug anstrengende Stunden zu bewältigen. Immer wieder gerieten zum Teil erheblich alkoholisierte Narren und andere Personen untereinander in körperliche Auseinandersetzungen, sodass die Einsatzkräfte einschreiten mussten.

Vor allem zwischen 15:30 Uhr und 22:30 Uhr befanden sich zum Teil große Personengruppen im Bereich des Haupt- und Busbahnhofs. Dem Augenschein nach war ein Großteil der Feiernden alkoholisiert. Mitunter deswegen kam es immer wieder zu verbalen und körperlichen Auseinandersetzungen. Die Bundespolizei war aus diesem Grund erheblich gefordert und mit allen verfügbaren Beamten im Einsatz. Mitunter wurden sogar Eisatzkräfte nach Würzburg beordert, die eigentlich für einen Einsatz in Bad Neustadt a.d. Saale vorgesehen waren.

Chronologische Zusammenfassung der erwähnenswerten Delikte:

1) Gegen 15:30 Uhr stieß ein betrunkener 18-Jähriger eine Mülltonne im Bereich des Busbahnhofs auf den Röntgenring. Ein unbeteiligter 16-Jährige sprachen den in Würzburg lebenden 18-Jährigen darauf an und äußerte sein Unverständnis über den Blödsinn. Darauf reagierte der 18-Jährige ohne Vorwarnung mit einem Faustschlag ins Gesicht des 16-Jähigrigen. Auch ein schlichtend eingreifender Jugendlicher wurde vom dem aggressiven Heranwachsenden angegangen, konnte den Schlägen jedoch ausweichen.

Bundespolizisten schritten kurz darauf ein und stellten die Personalie der Beteiligten fest. Den betrunkenen 18-Jährigen brachte schließlich seine Mutter nach Hause. Ihn erwartet eine Anzeige wegen Körperverletzung.

2) In der Bahnhofshalle lieferten sich drei Männer gegen 16:20 Uhr eine Schlägerei. Nachdem Einsatzkräfte der Bundespolizei die 19, 23 und 26 Jahre alten Streithähne getrennt hatten, beschuldigten sie sich gegenseitig den Streit provoziert zu haben. Von Strafanträgen wollten die drei jedoch nichts wissen, erhielten Platzverweise und zogen von dannen. Ein obligatorisches Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung wurde eingeleitet.

3) Gegen 18:50 Uhr informierte ein 19-jähriger Würzburger eine Streife der Bundespolizei darüber, dass er kurz zuvor von zwei Männern im Bereich der Bismarckstraße neben dem Busbahnhof geschlagen worden sei. Die zwei 17 und 19-Jährigen würden seiner Freundin Geld schulden und als er sie diesbezüglich zur Rede gestellt habe, sei er von beiden mit Schlägen bedacht worden.

Die Beamten konnten im Ringpark die zwei mutmaßlichen Täter stellen. Diese bestritten jedoch den Vorfall. Es werden weitere Ermittlungen notwendig sein, um festzustellen, welche der Aussagen der Wahrheit entspricht.

4) Um 19 Uhr meldete sich eine 55-Jährige in der Dienststelle der Bundespolizei, um Anzeige gegen einen 23-Jährigen zu erstatten. Mit diesem sei sie seit längerer Zeit im Streit und soeben habe der Mann sie auf dem Bahnhofsvorplatz verbal bedroht. Die Beamten nahmen die Strafanzeige auf und leiteten ein entsprechendes Ermittlungsverfahren ein. Der 23-Jährige konnte indes nicht mehr im Bahnhofsbereich angetroffen werden.

5) Am Bahnhofsvorplatz beleidigte ein 18-Jähriger aus dem Landkreis Schweinfurt ohne erkennbaren Grund Einsatzkräfte der Bundespolizei gegen 20:30 Uhr als „Bastarde“, „Wichser“ und „Arschlöcher“. Er wurde deshalb vorübergehend festgenommen und sollte zur Feststellung seiner Personalien die Beamten zur Dienststelle begleiten. Dagegen wehrte er sich vehement, weswegen er letztlich zu Boden gebracht und gefesselt werden musste. Während des Einsatzes mischen sich Freunde des 18-Jährigen immer wieder ein und behinderten dadurch die polizeilichen Maßnahmen.

In der Bundespolizeiinspektion ergab eine Atemalkoholmessung bei dem jungen Mann einen Wert von rund 1,6 Promille. In der Arrestzelle beruhigte er sich nach und nach, sodass er nach einiger Zeit wieder entlassen werden konnte. Ihn erwartet ein Strafverfahren wegen Beleidigung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

6) Etwa gegen 21:30 Uhr sprach ein anscheinend alkoholisierter 37-Jähriger die Einsatzkräfte am Bahnhof an. Er sei soeben vor der Bahnhofsmission von einem Mann, nach einem vorausgegangenen verbalen Streit, geschlagen worden. Der Würzburger hatte deswegen eine deutliche Schwellung der Oberlippe.

Da sich der mutmaßliche Schläger noch immer am Busbahnhof aufhielt, stellte sich die Fahndung nach ihm einfach dar. Es handelte sich um einen 24-Jährigen aus dem Landkreis Würzburg. Der ebenso alkoholisierte Mann gab auf Befragung den Schlag zu, weswegen ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung gegen ihn eingeleitet wurde.

Artikel beruht auf einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Würzburg.

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